Altbau: so decken Sie Kostenfallen auf

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Einen Altbau zu sanieren, kann ein teures Unterfangen sein. Ein Gutachter hilft dabei, den Überblick über zukünftige Kosten zu bewahren.

Einen Altbau im Zentrum der Stadt stellen sich viele als ein attraktives Domizil vor. Gebäude mit Geschichte bringen jedoch jede Menge Arbeit mit sich. Worauf Sie beim Kauf eines solchen Baus achten sollten, erfahren Sie hier.

„Es muss nicht immer ein seelenloser Neubau sein“, sagen sich viele Kaufinteressenten und Wohnungsuchende. Im Hinterkopf haben sie dabei das Bild eines ansehnlichen Altbaus mit Geschichte und Charakter. Was sie jedoch vergessen, sind die Sanierungsarbeiten, die geleistet werden müssen, um ein altes Bauwerk in bewohnbarem Zustand zu halten. Ein uriges Fachwerkhaus wird auf diese Weise schnell zur unüberschaubaren Kostenfalle.

Beratung vom Fachmann

Sollten Sie in Betracht ziehen, einen Altbau zu kaufen, ist der erste Schritt eine eingehende Beratung durch Fachleute. Dazu zählen Bauingenieure und Architekten, die die Bausubstanz genau unter die Lupe nehmen. Selbst wenn Sie sich das Bauprojekt auf den ersten Blick handwerklich zutrauen, ist es unerlässlich, die Meinung von Profis einzuholen. Lassen Sie ein Gutachten erstellen, auf dessen Basis Sie mit dem Eigentümer über den Verkaufspreis verhandeln. Auf diese Weise laufen Sie nicht Gefahr, einen überhöhten Immobilienpreis zu bezahlen.

Denkmalschutz: Genaue Vorgaben bei der Sanierung

Steht der Altbau, für den Sie sich interessieren, unter Denkmalschutz, ändern sich die Vorzeichen für die geplante Sanierung. Die Modernisierung und Wiederherstellung darf in diesem Fall nur in Absprache mit den Denkmalschutzbehörden vorgenommen werden. Sie sind nicht nur am Erhalt der Bausubstanz interessiert, sondern auch an der Beibehaltung optischer Details. Was sich genau hinter dem Begriff Denkmalschutz verbirgt, erklärt zum Beispiel bauen.de.

Die häufigsten Mängel bei einem Altbau

Bei der Besichtigung eines historischen Bauwerks sollten Sie folgende Bauteile besonders aufmerksam begutachten. Sie sind statistisch gesehen die größten Schwachpunkte in alten Häusern:

  • Keller: Er ist oft feucht bis nass und hat oft Schimmel und Verfärbungen zur Folge. Hier fehlt häufig eine fachmännische Abdichtung.
  • Wärmedämmung: Altbauwohnungen sind in der Regel alles andere als energieeffizient. Insbesondere Wärme entweicht häufig über ungedämmte Fassaden und undichte Fenster und Türen. Eine nachträgliche Wärmedämmung ist zwar teuer, aber angesichts der hohen Energiekosten rentabel. Für Hauseigentümer, die ihr Haus nach dem 1. Februar 2002 gekauft haben, ist eine Nachrüstung sogar Pflicht. Das fordert die aktuelle Energiesparverordnung.
  • Dach: Viele Altbau-Dächer sind undicht und bedürfen einer neuen Eindeckung. Neben einem Feuchteschutz bietet es sich an, auch die Wärmedämmung und konstruktive Verstärkungen in Angriff zu nehmen.
  • Haustechnik: Elektroinstallationen, sanitäre Anlagen und Heizungsanlage entsprechen oft nicht dem Standard. Schon alleine aus Sicherheits- und Kostengründen sollten diese angepasst werden.

Quelle: wa.de

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