Alevitischer Religionsunterricht an weiterführenden Schulen in NRW

DÜSSELDORF - In Nordrhein-Westfalen erteilen jetzt auch weiterführende Schulen alevitischen Religionsunterricht. Den Anfang hat die Lise-Meitner-Gesamtschule in Duisburg gemacht, an der das neue Schulfach mit dem Beginn des zweiten Halbjahres startete.

Nordrhein-Westfalen sei das erste Bundesland, das dieses Angebot mache, sagte Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) laut Mitteilung am Dienstag bei einem Besuch der Gesamtschule. Weitere Schulen könnten nach den Sommerferien folgen. Das Alevitentum ist innerhalb des Islams ein eigenständiges Bekenntnis. In Nordrhein-Westfalen leben rund 130.000 Aleviten.

Grundschulen bieten bereits seit 2008 alevitischen Religionsunterricht an. Derzeit besuchen etwa 300 Kinder an 18 Grundschulen diesen Unterricht. Es handelt sich um ein ordentliches Schulfach, Unterrichtssprache ist Deutsch. Die Leistungen werden benotet und sind versetzungsrelevant. Damit das Fach erteilt werden kann, müssen sich mindestens zwölf Schüler dafür anmelden. Lerngruppen können jahrgangsübergreifend und auch schulübergreifend gebildet werden.

Der alevitische Religionsunterricht sei "ein wichtiges Signal für mehr Integration und Teilhabe", sagte Löhrmann. Der Unterricht solle religiöse Kompetenzen vermitteln und die Schüler bei der Entwicklung einer alevitischen Identität unterstützen. - lnw

Quelle: wa.de

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