Aeternitas fordert neues Finanzierungssystem für Friedhöfe

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Immer weniger Menschen wollen eine herkömmliche Erdbestattung.

KÖNIGSWINTER - Immer weniger Menschen wollen eine herkömmliche Erdbestattung. Die Kommunen müssen bei der Finanzierung ihrer Friedhöfe umdenken, stellt Aeternitas fest.

Die Verbraucherinitiative Aeternitas, die sich mit Bestattungskultur befasst, befürchtet eine Erhöhung der Friedhofsgebühren in vielen Städten. Die finanzielle Krise der Friedhöfe sei nur durch neue Einnahmequellen und der Umnutzung nicht benötigter Flächen zu überwinden, stellte der Verein zum Trauermonat November fest. Nach einer Studie der Wirtschaftsberatungsfirma Ernst and Young planen 27 Prozent der Kommunen, noch in diesem oder im nächsten Jahr ihre Friedhofsgebühren zu erhöhen.

Maßnahmen wie Gemeinschaftsgräber mit angebotener Grabpflege oder die Umwandlung von Freiflächen in Parks oder Bauland seien geeignete Mittel. Eine herkömmliche Finanzierung der Friedhöfe mit Gebühren reiche nicht mehr aus. Diese Entwicklung sei eine Folge des Trends zur Feuerbestattung sowie zu kleinen, günstigen Gräbern.

Thomas Visser, Umweltdezernent der Stadt Krefeld, sagte, dieser Trend sei schon seit 20 Jahren zu beobachten. "Bei uns gibt es mittlerweile 19 verschiedene Möglichkeiten zur Bestattung. Aber die Menschen, die sich herkömmlich bestatten lassen, werden immer weniger." Auch in Krefeld sollen die Friedhofsgebühren erhöht werden. - dpa

Quelle: wa.de

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