Ärztekammer für Einschränkung des Alkoholverkaufs

MÜNSTER - In der Debatte über die steigende Zahl jugendlicher Komatrinker fordert die Ärztekammer Westfalen-Lippe eine Einschränkung des Alkoholverkaufs. Pläne für eine Beteilung der Eltern an den Behandlungskosten zur Vorbeugung kritisierte die Ärztekammer am in Münster als wenig effektiv

"Es wäre fatal, wenn durch eine solche Androhung medizinische Hilfe für die betroffenen Jugendlichen verzögert oder gar verhindert würde“, warnte Ärztekammer-Präsident Theodor Windhorst. Vielmehr sollte die Politik in der Gesundheitsvorsorge die Suchtprävention stärken und "es für Jugendliche noch schwerer machen, an Alkohol zu kommen“, erklärte Windhorst.

So sollte neben einer konsequenten Alterskontrolle beim Alkoholverkauf auch die Zahl der Verkaufsstellen deutlich begrenzt werden, forderte der Mediziner. "Alkoholverkauf, etwa an Tankstellen und Kiosken, muss generell verringert werden, damit Alkohol nicht länger an jeder Ecke und praktisch rund um die Uhr verfügbar ist“, sagte Windhorst.

Er regte auch ein Verbot von Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen an. Der CDU-Politiker Jens Spahn hat mit seinem Vorschlag, Eltern von Komatrinkern als Verantwortliche an den Behandlungskosten mit 100 Euro zu beteiligen, eine Debatte über Präventionsmaßnahmen ausgelöst. Gesundheitsexperten, Krankenkassen und Politik äußerten sich dazu skeptisch. - epd

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare