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A45: NRW wirft Bund Verzögerung bei Neubau der Rahmedetalbrücke vor

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Die A45-Talbrücke Rahmede bei Lüdenscheid ist seit acht Monaten gesperrt. Jetzt macht die NRW-Landesregierung Druck - und wirft dem Bund Verzögerung beim Neubau vor.

Lüdenscheid - Seit acht Monaten ist die Autobahn bei Lüdenscheid unterbrochen. Im Dezember 2021 wurde die marode Rahemdetalbrücke der A45 gesperrt; seither wälzt sich täglich eine Blechlawine durch die Stadt im Sauerland. Klar ist: Die Brücke wird abgerissen und neugebaut. Dem NRW-Verkehrsministerium geht es aber nicht schnell genug. Es wirft dem Bund Verzögerungen beim Neubau vor - just an dem Tag, an dem Bundesverkehrsminister Volker Wissing in Lüdenscheid war.

BaumwerkTalbrücke Rahmede
AutobahnA45
StadtLüdenscheid

A45: NRW wirft Bund Verzögerung bei Neubau der Rahmedetalbrücke vor

Das von dem Grünen-Politiker Oliver Krischer geführte NRW-Verkehrsministerium fordert kurzfristig einen verbindlichen Zeitplan für den Neubau der Brücke bei Lüdenscheid sowie ein Beschleunigungskonzept und schnellere Entscheidungen. „Es ist nicht erkennbar, dass das Vorhaben „Rahmede-Talbrücke“ als ein „Sonderfall“ vom Bundesverkehrsministerium mit Nachdruck verfolgt wird“, heißt es in einem Sieben-Punkte-Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das Land NRW fordert unter anderem eine zentrale Stabstelle für den Ersatzneubau innerhalb der Autobahn GmbH des Bundes, die mit besonderen Kompetenzen ausgestattet werden solle. Die Autobahn GmbH des Bundes geht bislang davon aus, dass der Neubau etwa fünf Jahre dauert.

A45: Verkehrsminister Wissing weist Kritik zurück

Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat am Donnerstag beim Ortstermin in Lüdenscheid die Kritik aus dem NRW-Verkehrsministerium zurückgewiesen. „Ich finde, alle sollten bei der Wahrheit bleiben“, sagte Wissing unter der Brücke in Lüdenscheid. „Und die Wahrheit ist: Hier wird schnell gearbeitet, hier wird mit besonderem Engagement gearbeitet, und es gibt keinerlei Verzögerungen.“ Wissing sagte: „Dieser Brückenneubau wird mit maximaler Geschwindigkeit vorangetrieben.“

Das kritische Papier aus dem Düsseldorfer Verkehrsministerium enthält laut Überschrift „Vorschläge zum Spitzengespräch“. Unter anderem fordert NRW Entlastungsmaßnahmen, damit der Fern- und Schwerverkehr Lüdenscheid weiträumig umfährt. So könne als Anreiz für den Umweg und die damit verbundene längere Wegstrecke etwa die streckenabhängige Lkw-Maut für die zusätzliche Wegstrecke ausgesetzt werden.

A45: Verkehr wälzt sich wegen Sperrung durch Lüdenscheid

Der Lkw-Anteil auf der Umleitung durch Lüdenscheid habe sich fast verzehnfacht, heißt es weiter. Nach aktuellen Angaben der Stadt werden 5.200 bis 6.200 Lastwagen pro Tag gezählt, vor der Sperrung seien es rund 600 gewesen. Das Ministerium forderte auch Verschärfungen der Lkw-Durchfahrverbote.

Für die Sprengung der Rahmede-Talbrücke und den Neubau werde ein erheblicher Baustellenverkehr erwartet. Dieser dürfe nicht über das nachgeordnete Straßennetz erfolgen, die Autobahn GmbH müsse ihn vielmehr etwa durch Baustraßen ohne zusätzliche Belastungen der Region abwickeln.

Nicht nur durch die Sperrung der A45, sondern auch noch durch die Flut sei die Region stark betroffen, heißt es weiter. So ist die Volmebrücke im nahe gelegenen Brügge wegen gravierender Schäden bis auf Weiteres gesperrt. Über sie fahren zwei Regionalbahnen. Das NRW-Verkehrsministerium forderte „größere Kraftanstrengungen“ der Deutschen Bahn DB AG bei den Sanierungsarbeiten. (mit dpa)

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