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NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst: Folgen der A45-Sperrung „echte Zumutung“

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Von: Olaf Moos

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Hendrik Wüst und SIHK-Präsident Ralf Stoffels
Hendrik Wüst und SIHK-Präsident Ralf Stoffels äußerten sich in Lüdenscheid zur Sperrung der A45. © Cedric Nougrigat

Mit einem wortreichen Bekenntnis zur „wirtschaftlichen Stärke der Region Südwestfalen“ hat sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst am Montag anlässlich seines ersten offiziellen Besuchs in Lüdenscheid zum „Topthema“ A45-Sperrung geäußert.

Lüdenscheid - Er habe „eindrücklich gesehen, wie wesentlich die Einschränkungen der Lebensqualität und der Gesundheit betroffener Anwohner“ seien, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst nach zahlreichen Gesprächen mit Aktiven der Bürgerinitiative A45 sowie Betroffenen und Branchenvertretern. „Das ist in vielerlei Hinsicht eine echte Zumutung.“

Zwar arbeiteten „alle mit Hochdruck“ an Lösungen. Doch angesichts des aktuellen Planungsrechts dauere alles „unglaublich lang, da müssen wir ran“, sagte Wüst auch im Hinblick auf das Beispiel neuer Terminals für Flüssiggas. „Wir können was hinkriegen, wenn alle staatlichen Ebenen zusammen arbeiten.“

Hendrik Wüst: Folgen der A45-Sperrung „echte Zumutung“

In puncto Lkw-Durchfahrtsverbot verwies der NRW-Regierungschef auf die aktuell zwischen Bund und Land vereinbarte „rechtliche Klarheit“, ließ aber auch keinen Zweifel daran, in wessen Hälfte der Ball aus seiner Sicht jetzt liegt. „Nun müssen die örtlichen Behörden das umsetzen und genau schauen, was praktikabel ist.“

Der Präsident der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK), Ralf Stoffels, machte beim gemeinsamen sogenannten Pressestatement nach den Gesprächen in den Räumen der Lüdenscheider Firma Erco erneut deutlich, wie dramatisch er die Lage bewertet. „Unsere Befürchtung ist, dass die ganze Region ausblutet. Die Waren müssen zum Kunden, dazu brauchen wir den Frachtverkehr.“#

In einem Interview forderte Hendrik Wüst einen Pakt zur Planungsbeschleunigung. Unterdessen laufen unter die Arbeiten für die Sprengung der Brücke. Eine 140.000 Tonnen schwere Erdmatratze ist in Arbeit.

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