A-40-Vollsperrung: Kritisches Wochenende steht bevor

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ESSEN - Die Vollsperrung des Ruhrschnellwegs war für Autofahrer immer eine Horrorvorstellung. Doch bisher läuft rund um Essen alles problemlos. Die Bewährungsprobe aber kommt jetzt zum Ferienende.

Mit dem Ende der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen kommen auf die Autofahrer im Ruhrgebiet kritische Tage zu. "Bisher ist die Vollsperrung der Autobahn 40 auf Essener Stadtgebiet problemlos und im Zeitplan über die Bühne gegangen", lobte Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD) am Freitag auf der Baustelle.

Für ihn aber komme die Bewährungsprobe für das Projekt, wenn die Sommerferien beendet sind und dann erstmals der übliche Berufsverkehr einsetzt.

Besonders am Montag und Mittwoch könnte es rund um Essen voll werden. Am Montag müssen viele Berufstätige nach dem Urlaub wieder zur Arbeit. Und am Mittwoch enden für die Schüler die Ferien.

Auch Projektleiterin Annegret Schaber vom Landesbetrieb Straßen.NRW hofft, dass Pendler und andere Autofahrer nach dem letzten Ferienwochenende die ausgewiesenen Umleitungen nutzen und auf den Nahverkehr umsteigen. Zur Halbzeit des dreimonatigen Bauprojekts zeigten sich Groschek und Schaber zufrieden. "Es wurde eingehalten, was versprochen wurde. Und selbst die Umleitungsstrecken in der Umgebung der A40 waren noch nie so leer, wie in dieser Ferienzeit", freute sich der Minister.

Allerdings werden die Bauarbeiten teurer als die geplanten 18 Millionen Euro. "Genaue Zahlen können wir nicht nennen, aber es werden wohl zwischen einer und zwei Millionen Euro mehr sein", sagte Annegret Schaber. Das Kostenplus führt sie auf notwendige Baumaßnahmen zurück, etwa bei Entwässerung oder Verkehrssicherheit, die erst im Laufe der Arbeiten deutlich geworden seien.

Die Vollsperrung des Ruhrschnellwegs für drei Monate ist ein Pilotprojekt. Der Landesbetrieb Straßen.NRW setzt darauf, die Sanierungsarbeiten auf einen Schlag erledigen zu können, statt über zwei Jahre die Autofahrer immer wieder mit kleineren Baustellen behelligen zu müssen. Seit dem 7. Juli ist die A40 zwischen dem Autobahndreieck Essen und der Anschlussstelle Essen-Zentrum dicht. Ende September sollen die Arbeiten beendet sein.

Die Hoffnung, dass auf ähnliche Weise auch andernorts Dauerbaustellen vermieden werden können, dämpft Projektleiterin Schaber. "Hier in Essen hat alles gepasst", erklärt die Expertin. "Mit der A2, A42 und A52 gibt es genügend Ausweichstrecken und Alternativen im Nahverkehr. Ohne diese Punkte ist die Vollsperrung keine Alternative." -lnw

Quelle: wa.de

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