Nach Messerattacke auf seine Frau sitzt 73-jähriger in Psychiatrie

KREFELD - Weil er mit einem Fleischmesser auf seine Frau eingestochen hat, ist ein 73-jähriger Mann am Freitag vom Krefelder Landgericht in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden.

Ein Gutachter hatte ihm eine psychische Krankheit attestiert. Das Gericht stufte ihn deswegen als schuldunfähig ein. Den Anklagevorwurf des versuchten Mordes hatte die Staatsanwaltschaft während des Prozesses fallengelassen.

"Wenn du die Scheidung einreichst, werde ich dich töten", soll er seiner 54-jährigen Frau gedroht haben. Die Frau berichtete von ihrem Martyrium während 32 Jahren Ehe: Ihr Mann sei oft gewalttätig gewesen und habe sie massiv unterdrückt. Sie habe ohne seine Erlaubnis weder das Haus verlassen noch fernsehen dürfen.

Vor der Tat habe sie im Schlafzimmer auf dem Bett gelegen, als ihr Mann hereingekommen sei und wegen ihrer Trennungsabsichten auf sie eingestochen habe. Die sich verzweifelt wehrende Frau erlitt mehrere Schnitt- und Stichverletzungen an den Händen. Die erwachsene Tochter des Paares schritt der Anklage zufolge rasch ein und verhinderte Schlimmeres. Der 73-Jährige hatte die Tat am Freitag bestritten: Er habe in der Küche Fleisch geschnitten. Seine Frau habe ins Messer gegriffen. - lnw

Quelle: wa.de

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