69-Jähriger zündet Obdachlosen an - Ist der Täter gemeingefährlich?

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Der Staatsanwalt will den Angeklagten in einer Psychiatrie sehen.

ESSEN - Wegen Mordes und schwerer Brandstiftung muss sich ein 69-Jähriger seit Donnerstag vor dem Landgericht Essen verantworten. Laut Anklage soll er im Juli vergangenen Jahres einen Obdachlosen im Essener Westpark mit Benzin übergossen und angezündet haben.

Der 58-Jährige erlag später seinen schweren Verletzungen.

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte sein späteres Opfer am Abend des 5. Juli 2010 mit in seine Wohnung genommen, um sich gemeinsam ein Fußballspiel anzuschauen. Zwischen den beiden Männern sei es schließlich zu einer Auseinandersetzung gekommen, woraufhin der Obdachlose die Wohnung verlassen habe. Der Beschuldigte habe danach festgestellt, dass ihm Uhren aus seiner Sammlung fehlten und die Polizei gerufen. Nachdem sich die Polizei ein Bild in der Wohnung des 69-Jährigen gemacht hatte, wollte dieser die Bestrafung seines Gastes offenbar selbst in die Hand nehmen. Den Worten soll die heimtückische Tat gefolgt sein. Der Angeklagte betrat laut Anklage den Streugutcontainer, in dem es sich der Obdachlose wohnlich eingerichtet hatte, übergoss den schlafenden Mann mit Benzin und zündete ihn an.

Die Staatsanwaltschaft geht von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit des Angeklagten aus. Er leide unter einer Persönlichkeitsstörung und stelle eine Gefahr für die Allgemeinheit dar. Die Staatsanwaltschaft erstrebt deshalb die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik. - dapd

Quelle: wa.de

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