Rietberger gesteht: Ehefrau ermordet und einbetoniert

[UPDATE 16.30 Uhr] RIETBERG - Schnell hatte die Polizei einen 67-Jährigen im Verdacht, seine verschwundene Frau getötet zu haben. Dennoch wurde in alle Richtungen ermittelt. Jetzt hat der Mann die Tat gestanden - und die Leiche ist gefunden.

Nach dem Geständnis eines Rietbergers, seine Frau getötet und einbetoniert zu haben, hat die Polizei eine Leiche gefunden. Es sei wahrscheinlich die seit dem 18. Dezember vermisste Ehefrau, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Der 67-Jährige hatte nach anfänglichem Leugnen ausgesagt, er habe seine schwer kranke Frau umgebracht. Danach habe er sie in der Doppelgarage des Einfamilienhauses in einer Arbeitsgrube einbetoniert.

Spurensicherung und technisches Hilfswerk hatten seit dem späten Dienstagnachmittag in der Garage gearbeitet. Auch eine Baumaschine mit Presslufthammer war im Einsatz. Eigentlich sollte ein kompletter Betonquader herausgeschnitten werden. Dieser Plan scheiterte jedoch. Ein Spezialist einer Abbruchfirma habe dann die Leiche vorsichtig freigelegt.

Wie eine Polizeisprecherin sagte, sollte die Leiche zu einem Bestattungsunternehmen nach Bielefeld gebracht werden, wo Rechtsmediziner und Spurensicherung mit der Arbeit beginnen könnten.

Letzte Gewissheit soll eine Obduktion an diesem Donnerstag bringen. In mehreren Medien wird der Anwalt mit Angaben des Mannes zitiert, wonach die Frau wegen einer Krankheit die Tötung selbst gewollt habe. Die Polizei wollte sich dazu nicht äußern. Der Anwalt war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die Frau war seit dem 18. Dezember verschwunden. Im März hatte der Sohn aus erster Ehe die 63-Jährige als vermisst gemeldet. Der Ehemann hatte behauptet, sie sei mit einem brasilianischen Arzt ins Ausland gegangen. Leichenhunde hatten aber im Haus und am Auto des Ehepaars angeschlagen. Darum war die Polizei bald von einem Verbrechen ausgegangen. Der 67-Jährige ist seit Anfang April in Untersuchungshaft. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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