Frau einbetoniert: Ehemann wegen Totschlags angeklagt

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BONN - Der Mann lebte jahrelang in einem Haus mit seiner mutmaßlich von ihm getöteten und im Keller einbetonierten Ehefrau. Fast sechs Jahre nach dem Gewaltverbrechen hat die Bonner Staatsanwaltschaft am Montag den 52-jährigen Familienvater aus Königswinter (Rhein-Sieg-Kreis) wegen Totschlags angeklagt. Der Beschuldigte hat die Tat gestanden.

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Im Februar 2008 soll der Gastronom seine damals 40-jährige Ehefrau im Streit im Badezimmer mit bloßen Händen erwürgt und sie anschließend in einem Betonsockel im Keller eingemauert haben. Seinen beiden Kindern, damals 15 und 18 Jahre alt, und auch seiner Umgebung erzählte er, seine Frau habe ihn nach einem Streit verlassen und sei ausgezogen.

Erst durch die Vermisstenanzeige der mittlerweile 21-jährigen Tochter im Dezember 2012 wurde wegen eines möglichen Gewaltverbrechens ermittelt. Hinweise aus der Familie, dass der Mann nach dem Verschwinden seiner Frau größere Veränderungen im Garten vorgenommen habe, führten schließlich zur Aufklärung. Bei einer Hausdurchsuchung mit Leichenspürhunden Ende Oktober 2013 zeigte der Angeklagte den Ermittlern freiwillig das Betongrab seiner Frau.

Der Prozess soll demnächst vor dem Bonner Schwurgericht stattfinden. Termine gibt es noch nicht. - dpa

Quelle: wa.de

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