Prozessauftakt: Ehefrau mit 40 Messerstichen getötet

KREFELD - Ein Familienvater aus Tönisvorst (Kreis Viersen) hat gestanden, seine Ehefrau vor der Schule der gemeinsamen Kinder mit zahlreichen Messerstichen getötet zu haben. Beim Prozessauftakt vor dem Krefelder Landgericht bestritt der 51-Jährige am Dienstag eine Tötungsabsicht.

"Ich wollte das auf keinen Fall." Er habe seiner Frau nur Angst machen und sie bedrohen wollen. Er sei verzweifelt gewesen, weil die 41-Jährige sich von ihm trennen wollte.

Der Lagerist hatte der 41-Jährigen im Februar vor einer Grundschule in Tönisvorst aufgelauert und ihr fast 40 Stich- und Schnittverletzungen zugefügt. Die Staatsanwältin wirft dem Mann Mord vor.

Schon Tage vor der Tat soll der 51-Jährige seine Frau geschlagen, gewürgt und ihr gedroht haben, sie umzubringen. Die Frau hatte darauf gegen ihn eine Verfügung nach dem Gewaltschutzgesetz erwirkt. Als er den Brief der Justiz erhalten habe, sei er so wütend gewesen, dass er seine Frau zur Rede stellen wollte, sagte der Angeklagte.

Am Tattag fing er seine Frau auf dem Parkplatz der Grundschule ab, als sie mit einer Freundin gerade die Tornister der Kinder in den Kofferraum des Wagens einlud. Mit dem Messer in der Hand ging er auf sie zu. Sie sei ihm einen Schritt entgegengekommen, schilderte der Angeklagte. "Dann werde ich mit dem Messer wohl zugestochen haben", sagte er. Genau erinnere er sich nicht.

Die Freundin warf sich noch schützend vor das Opfer, konnte die tödliche Attacke aber nicht verhindern. Die 41-Jährige starb noch im Rettungswagen. Nach dem Angriff war der 51-Jährige zur ehelichen Wohnung zurückgekehrt und hatte versuchte, sich zu erhängen. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare