Auto gestohlen und betrunken

Spektakuläre Verfolgung und Festnahme auf A45

[Update 18.25 Uhr] LÜDENSCHEID - Mit einem äußerst rabiaten Zeitgenossen hatte es die Polizei vorgestern Abend auf der A 45 zu tun. Innerhalb einer Stunde machte sich der 33-Jährige aus Pohlheim bei Gießen einer stolzen Latte von Delikten schuldig.

Mit einem äußerst rabiaten Zeitgenossen hatte es die Polizei am Mittwochabend auf der A 45 zu tun. Innerhalb einer Stunde machte sich der 33-Jährige aus Pohlheim bei Gießen einer stolzen Latte von Delikten schuldig: Räuberischer Diebstahl, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verkehrsunfallflucht, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unter Alkoholeinfluss.

Schon auf dem Weg von Gießen ins Ruhrgebiet war in dem Auto laut Polizeibericht ein handfester Streit zwischen mehreren Männern entstanden. Der Besitzer des Opel Astra, ein 29-Jähriger aus Bochum, hatte übers Internet in einer Mitfahrbörse eine Fahrgemeinschaft angeboten und den Pohlheimer und einen 24 Jahre alten Mann aus Gießen sowie einen Mann (34) aus Dortmund mitgenommen.

Wie es am Donnerstag hieß, schlug der betrunkene Fahrgast auf die Windschutzscheibe ein, um den Fahrer zum Anhalten zu bewegen und nahm während der Fahrt den Gang heraus. Darauf stoppte der Bochumer auf dem Seitenstreifen. Der Passagier aus Dortmund versuchte zwar bei dieser Gelegenheit, den Grobian zu überwältigen. Das scheiterte jedoch an einem Messer, das der Pohlheimer aus der Hosentasche zog. Darauf rief der Rest der Fahrgemeinschaft die Polizei.

In diesem Moment sprang der sturzbetrunkene Angreifer in den Opel und gab Gas. Bei Hagen-Süd nahm die Autobahnpolizei die Verfolgung auf, bei Schwerte-Ergste rammte der Mann die Mittelschutzplanke, setzte seine Fahrt aber fort - in Schlangenlinien und mit ständig wechselndem Tempo, wie es im Polizeiprotokoll heißt.

Mehrfach blockierten die Beamten mit ihrem Einsatzwagen den Opel und verhinderten, dass der Mann die Autobahn verlässt. In Höhe der Anschlussstelle Dortmund-Süd schließlich stellte die Polizei den 33-Jährigen. Er randalierte noch nach seiner Festnahme weiter. Vernommen werden konnte er zunächst nicht. Er war "einfach zu voll", hieß es. - omo

Quelle: wa.de

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