1700 Verstöße gegen Tierschutz auf NRW-Bauernhöfen

DÜSSELDORF - Bei rund 9600 Tierschutz-Kontrollen auf Bauernhöfen in Nordrhein-Westfalen sind in den Jahren 2010 und 2011 insgesamt 1700 Verstöße festgestellt worden.

Dies geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag hervor, die am Dienstag bekannt wurde. Bemängelt wurden etwa fehlende Bewegungsfreiheit, zu viele Tiere oder eine schlechte Beleuchtung. Im Land gab es 2010 nach Angaben des statistischen Landesamtes 35 750 landwirtschaftliche Betriebe.

Bei den 1950 ökologisch bewirtschafteten Betrieben wurde in den beiden Jahren außerdem die Einhaltung der EU-Öko-Verordnung kontrolliert. Wie viele Verstöße dabei festgestellt wurden, geht aus der Antwort der Landesregierung nicht hervor. Es seien aber zum Beispiel Verstöße gegen die Vorschriften zu Mindeststall- und -freiflächen und gegen die zulässige Höchstzahl von Tieren festgestellt worden.

Die FDP-Fraktion nannte die Anzahl der Tierschutzverstöße "besorgniserregend" und kritisierte die Antwort der Landesregierung als "unzureichend". "Es gibt keine getrennte Erhebung nach biologischer und konventioneller Landwirtschaft", sagte der landwirtschaftspolitische Sprecher Karlheinz Busen laut Mitteilung. Zudem habe das Ministerium die Verstöße gegen die für Biobetriebe geltende EG-Öko-Verordnung überhaupt nicht ausgewiesen. "Daher liegt der Verdacht nahe, dass etliche der 1700 Verstöße in Biobetrieben festgestellt wurden. Die Landesregierung muss hier für Transparenz sorgen", forderte er. - lnw

Quelle: wa.de

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