Nach Drama in Lüdenscheid

17-Jähriger muss wegen Mordversuch in Haft

LÜDENSCHEID - Für einen geplanten Amoklauf muss ein 17-Jähriger aus Lüdenscheid für viereinhalb Jahre in Jugendhaft. Das Urteil des Landgerichts Hagen wegen Mordversuchs und gefährlicher Körperverletzung ist vom Bundesgerichtshof überprüft worden und nun rechtskräftig.

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Alle Hoffnung auf eine Strafmilderung war vergeblich: Der junge Lüdenscheider, der im Januar vergangenen Jahres vor seiner Wohnung Am Hang als 16-Jähriger mit einer Armbrust und einer Machete auf zwei Streifenpolizisten losgegangen war, wird seine Strafe von viereinhalb Jahren wohl absitzen müssen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat die Revision, die Strafverteidiger Frank-Peter Rüggeberg gegen das Urteil des Landgerichts Hagen vom 18. Juli eingelegt hatte, verworfen. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Die Richter waren überzeugt, dass der Jugendliche sich des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht hatte.

Rechtsanwalt Rüggeberg sagte, eine Begründung für die Entscheidung der obersten Richter sei ihm nicht bekannt. „Mir ist in einem einzigen Satz mitgeteilt worden, die Revision sei zwar zulässig, werde aber als unbegründet zurückgewiesen.“ Das sei halt „die Macht des BGH“. Wie sein Mandant auf die Nachricht aus Karlsruhe reagiert hat, ist nicht bekannt. Rüggeberg: „Ich werde ihn besuchen und mit ihm darüber sprechen.“ - Olaf Moos

Quelle: wa.de

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