Busunfall 

Zwölf Verletzte bei Unfall in Lüdenscheid

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Lüdenscheid [Update 14.30 Uhr] - Schreck in der Morgenstunde, aber letzten Endes dann doch noch ein recht glimpflicher Ausgang: Am Mittwoch gegen 8 Uhr wurden bei einem Unfall auf der Freisenbergstraße in Höhe der Einmündung Zu den Hohlwegen zwölf Menschen verletzt. Am Mittag stand nach Polizeiangaben fest: Keiner von ihnen erlitt ernsthafte Blessuren.

Der 65 Jahre alte Fahrer eines Kleinbusses, der im Auftrag der Märkischen Werkstätten unterwegs war, raste nach ersten Erkenntnissen ungebremst in zwei geparkte Fahrzeuge. 

Alle Insassen – der Fahrer, die zehn Fahrgäste und die Begleitperson – wurden zunächst in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert. Die meisten von ihnen konnten schon gegen Mittag wieder nach Hause. 

Polizeisprecher Marcel Dilling sprach gegenüber den LN von leichteren Verletzungen wie Prellungen und Platzwunden. Die Insassen des Busses waren zwischen Anfang 20 und Ende 50 Jahren alt. Zehn von ihnen sind behinderte Mitarbeiter der Märkischen Werkstätten. 

Die Fahrzeuge, die in Parkbuchten neben der Straße gestanden hatten, wurden durch den Aufprall etwa 30 Meter weit geschoben – über einen bepflanzten Bordsteinabschnitt auf die Fahrbahn.

Bei dem Unfall entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Sachschaden in Höhe von mindestens 20 000 Euro. Die Feuerwehr war mit mehreren Rettungsfahrzeugen vor Ort. Die Freisenbergstraße wurde für zwei Stunden gesperrt. 

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, gilt als ungeklärt. Aus Polizeikreisen war zu erfahren, dass der 65-Jährige am Steuer des Busses möglicherweise einen Zuckerschock erlitten hatte und das Bewusstsein verlor. Der Bus gehört zu der Flotte von Fahrzeugen, die morgens im Auftrag der Werkstätten unterwegs sind, um die Mitarbeiter aus ihren Privatwohnungen oder aus Behinderteneinrichtungen zur Arbeit zu bringen. 

Wie Matthias Weindorf, Bereichsleiter Montagegruppen bei den Märkischen Werkstätten, berichtete, standen zur Zeit des Unfalls einige gesunde Mitarbeiter vor dem Eingang des Gebäudes. Sie wurden durch den lauten Knall aufgeschreckt, als der Bus etwa 50 Meter unterhalb der Werkstätten mit den Pkw kollidierte. 

Mehrere Gruppenleiter begaben sich sofort zur Unfallstelle und leisteten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Die Märkischen Werkstätten waren schließlich auch beteiligt, als die Verletzten aus den Krankenhäusern entlassen werden sollten. Mitarbeiter der Werkstätten holten sie wieder ab. 

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