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„Zwölf Jahre im falschen Film“: BGL-Abiturenten feiern

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Von: Monika Salzmann

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Abiturienten des BGL feiern Abschluss und nehmen ihre Zeugnisse in Empfang.
Abiturienten des BGL feiern Abschluss und nehmen ihre Zeugnisse in Empfang. © Jakob Salzmann

„Vertraut darauf, dass ihr euren Weg dort draußen finden werdet. In der Welt gibt es viel zu tun.“ Zum Versuch, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, ermunterte Dieter Utsch, Schulleiter des Bergstadt Gymnasiums (BGL), am Freitag bei der Entlassfeier der Abiturienten 2022 seine ehemaligen Schüler.

Für 70 Abiturienten rollte die Schule in der Turnhalle filmreif den roten Teppich aus. Leistungskursweise nahmen die festlich gekleideten Schulabgänger ihr Abiturzeugnis in Empfang. Zu heroischen Klängen zogen die Abiturienten in die Turnhalle ein, wo die Familien die Feier von den Tribünenrängen aus verfolgen konnten. Abschiedsworte gaben ihnen sowohl Oberstufenkoordinator Tobias Kortner als auch Lüdenscheids stellvertretender Bürgermeister Björn Weiß und Sascha von Ahlen als stellvertretender Schulpflegschaftsvorsitzender mit auf den Weg.

Das auf die Universal Studios in Los Angeles gemünzte Abimotto „Abiversal Studios – Zwölf Jahre im falschen Film“ griff Tobias Kortner in seiner Rede auf. „Ihr seid jetzt die Produzenten eures Lebensfilms“, betonte er. Ihre Zukunft aktiv und verantwortungsvoll zu gestalten, ermahnte er die Schüler. „Heute beginnt der Rest eures Lebens. Heute fängt das an, was ihr daraus machen wollt“, ergänzte Björn Weiß. „Erobert die Welt und lasst euch nicht verbiegen!“ Mit dem bekannten Goethe-Zitat von den Wurzeln und Flügeln, die Kinder von ihren Eltern bekommen sollten, hielt es Sascha von Ahlen. „Ab morgen ist alles anders, dann geht jeder seinen eigenen Weg“, konstatierte er.

Nicht nehmen ließen es sich die Jahrgangsstufenleiter Yvonne Ribbers, Carsten Haase und Dr. Jochen Walter, ein letztes Mal zu ihren ehemaligen Schülern zu sprechen. „Aller Abgang ist schwer“, resümierten sie. Lustig hieß das im „Fack yu Göthe“-Zitat: „Chantal, heul leise!“ Rafaela Margariti, die für die Abiturienten sprach, brachte Corona ins Spiel. „Alles, auf das wir uns gefreut hatten, ging nicht“, meinte sie. „Hört auf euch selbst – und nur auf euch“, ermunterte sie ihre Mitschüler.

14 mit einer Eins vor dem Komma

Von den 70 Abiturienten seien 14 mit einer Eins vor dem Komma, 32 mit einer Zwei vor dem Komma aus den Abiturprüfungen hervorgegangen, führte Dieter Utsch in seiner Rede aus. Mit Goethe und dessen autobiographischem Buch „Dichtung und Wahrheit“, in dem der Dichter über die prägenden Einflüsse in seinem Leben reflektierte, machte er sich über wirkliche und ideelle Rollen im Leben, Bildung, Sinnsuche und Ziele Gedanken. Im Verband der Leistungskurse Sozialwissenschaften, Mathematik, Erdkunde und Englisch empfingen die Abiturienten ihre Zeugnisse.

In festlicher  Abendgarderobe tanzten die Abiturienten.
In festlicher Abendgarderobe tanzten die Abiturienten. © Jakob Salzmann

Nicht ungenutzt ließ die Schule die Gelegenheit, die besten Schüler und besonders engagierte Schüler auszuzeichnen. Yvonne Waimann und Hannah Wigginghaus zeichnete Dr. Dietmar Simon als stellvertretender Schulleiter für ein Abitur mit der Traumnote 1,0 aus. Szymon Cylwik erzielte mit der Note 1,8 das beste Ergebnis bei den von der Realschule zum Gymnasium gewechselten Schülern. In den Fächern Physik, Chemie und Philosophie sowie im Bereich Bretterhaus-Ensemble nahm die Schule weitere Ehrungen vor. Musikalisch umrahmten der MuP-Chor der Q1 und Vladislava Heinen (Klavier) mit Schumanns Träumerei die Entlassfeier. Für die Alumni sprach Joachim Ost abschließende Worte.

Entlassfeier in der Schützenhalle

Direkt im Anschluss an ihre Entlassfeier in der Turnhalle machten sich die Abiturienten des BGL mit ihren Familien auf den Weg in die Loher Schützenhalle, um dort ihr Abitur in festlichem Rahmen mit einem rauschenden Ball zu feiern. Ein Sektempfang im Foyer ging dem Ball, der mit einem feierlichen Einmarsch der Abiturienten begann, voraus.

Vor dem gemeinsamen Essen boten die festlich gekleideten Jugendlichen auf der Tanzfläche mit ihren einstudierten Tänzen einen erhebenden Anblick. Neben einem Wiener Walzer als Klassiker kam dabei auch die lateinamerikanische Musik- und Tanzrichtung bei einem Merengue zu Ehren.

Fester Bestandteil der Feier waren die Danksagungen der Schüler an ihre ehemaligen Leistungskurs-Lehrer. Federführend verantwortlich für die Ausrichtung der Feier zeichneten Vassilios Mavroidopoulos, der die Infos zum Ablauf der Feier gab, gemeinsam mit Max Schulte, Tom Priesnitz und Justus Weber. Zum Tanz legte später ein DJ der großen Festgesellschaft auf.

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