23-Jähriger drohte Suizid an

Neue Details zum Zwischenfall im Kreishaus: Das sagt die Polizei

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In der Ausländerbehörde gab es am Mittwoch einen Zwischenfall.

[Update, Donnerstag, 16.50 Uhr] Lüdenscheid - Ein junger Flüchtling zückte ein Messer und drohte, sich umzubringen. Eine junge Mitarbeiterin der Ausländerbehörde nahm allen Mut zusammen und hielt ihn ab. So ging es weiter.

Einen  Tag nach dem "Zwischenfall" im Kreishaus in Lüdenscheid werden neue Details bekannt. 

Mitarbeiter der Ausländerbehörde hatten die Polizei gegen 11.30 Uhr über einen Randalierer informiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein 23-jähriger Zuwanderer, der in einer Unterkunft in Hemer lebt, ein mitgebrachtes Taschenmesser gegen sich selbst gerichtet und damit gedroht hatte, Suizid zu begehen.  

27-Jährige Kreis-Mitarbeiterin greift beherzt ein

Eine 27-jährige Sachbearbeiterin schritt geistesgegenwärtig ein, um dies zu verhindern. Dabei kam es zu einer kurzen Rangelei, wie Kreissprecher Hendrik Klein erklärte. 

Kollegen aus den Nachbarbüros eilten der jungen Frau zu Hilfe. Gemeinsam überwältigten sie den Mann, legten ihm Handschellen an und übergaben ihn den alarmierten Rettungskräften und der Polizei. 

Im Kreishaus gab es am Mittwoch einen Zwischenfall.

Der 23-Jährige wurde mit einem Rettungswagen ins Klinikum Lüdenscheid gebracht und dem Ordnungsamt der Stadt Lüdenscheid zur Prüfung einer Zwangseinweisung übergeben. 

Bei dem gemeinsamen Termin im Klinikum mussten die Ordnungsmitarbeiter der Stadt Lüdenscheid allerdings keine Entscheidung treffen. Der 23-Jährige stimmte freiwillig einer Verlegung in die  Psychiatrie der Hans-Prinzhorn-Klinik in Hemer zu. 

23-Jähriger wird in Psychiatrie verlegt

Die Polizei weist darauf hin, dass der Flüchtling zu keinem Zeitpunkt die Mitarbeiter des Amtes bedroht oder angegriffen habe. Es wurde auch beim Festhalten des Mannes niemand äußerlich verletzt. Das Messer wurde sichergestellt.

Auf Anfrage erklärte am Donnerstag ein Polizeisprecher, dass gegen den 23-Jährigen keine Ermittlungen laufen, da er sich keiner Straftat schuldig gemacht habe. Der Versuch einer Selbsttötung sei nicht strafbar, andere Delikte lägen nicht vor. 

"Für uns ist er ein unbeschriebenes Blatt. Er ist polizeilich bislang nicht in Erscheinung getreten", so Polizeisprecher Christof Hüls. 

Die Kreisverwaltung nahm den aktuellen Fall zum Anlass, die Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen. 

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