Zweiter Platz für Florian Conze

Florian Conze erreichte mit 23 Punkten einen hervorragenden zweiten Platz auf Bundesebene.

Lüdenscheid - Genau einen Tag lang war der junge Lüdenscheider Florian Conze rund um Pfingsten in Wolfenbüttel. Um die Jury des Wettbewerbes „Jugend musiziert“ auch auf Bundesebene zu überzeugen, hat die Zeit gereicht. Jedenfalls fast: „Um einen Punkt am 1. Platz vorbei, ist schade, aber doch, schon, ich bin zufrieden“, sagt der junge Bariton im LN-Gespräch mit Blick auf seine Teilnahme an dem Wettbewerb.

„Gut ist da jeder“, erinnert sich Florian an seinen Auftritt vor der Jury unter dem Vorsitz von Ernst-Ullrich R. Neumann. Die Sparte „Gesang solo“ war in diesem Jahr daran geknüpft, ein klassisches Programm vorzutragen. Der junge Sänger studierte mehrere Stücke ein, darunter „Libera me domine“ aus dem Requiem des französischen Komponisten Gabriel Fauré. „Ich finde Fauré sehr schön“ ist Conzes schlichte Begründung für die Auswahl. Und weiter: „Ich musste mein Repertoire an die Vorgaben anpassen.“ Gemeinsam mit seiner Lehrerin Franziska Förster (Musikschule) und seine Klavierbegleitung Andrea Ertz fuhren mit nach Wolfenbüttel. Seit 2011 erhält er Gesangsunterricht bei Franziska Förster.

Mehr als 2 000 Jugendliche wurden über Pfingsten und in den Tagen danach in den Gastgeberstädten erwartet, dazu Eltern, Musiklehrer und Wettbewerbsbeobachter aus Deutschland und Europa, insgesamt rund 4000 Gäste. An 25 Orten in den Innenstädten von Braunschweig und Wolfenbüttel präsentierten sich die Nachwuchsmusikerinnen und -musiker mit ihren Wettbewerbsprogrammen den Jurygremien. Die Jugendlichen waren allesamt als 1. Preisträger aus 16 innerdeutschen Landeswettbewerben und drei Landeswettbewerben der Deutschen Schulen im Ausland hervor gegangen – wir berichteten mehrfach.

Die musikalische Laufbahn von Florian Conze begann im Alter von sieben Jahren im Fach Geige, worauf das Klavier und die Bratsche folgten, bis er sich am Ende für den Gesang entschied. „Spannend ist das schon“, resümierte Conze nach seinem Auftritt vor der Bundesjury. Allerdings ist nach dem Auftritt vor dem nächsten: Zielstrebig macht sich der Sänger nun daran, seinen weiteren Lebensweg zu gestalten: „Seit 2011 war eigentlich klar, dass ich Sänger werden möchte.“ Vor einem Jahr machte er sein Abitur am Bergstadt-Gymnasium, jetzt, mit 18 Jahren hat er bereits die Aufnahmeprüfungen an den Universitäten in Düsseldorf und Köln bestanden. Die Vorbereitung auf dererlei Aufnahmeprüfungen ist zeitintensiv. „In Köln waren das 400 Bewerber, und so rund 20 davon werden am Ende genommen. Das ist eine große Jury mit Musiker und Regisseuren. Man wartet immer sehr lange, da braucht man gut Nerven“, erinnert sich der 18-Jährige, der auch mit Blick darauf, unter den besten 20 Bewerbern gelandet zu sein, im Gespräch immer bescheiden bleibt. Frankfurt stehe nun noch aus, auch dort habe er sich beworben. Wo’s ihn letztendlich hin verschlagen wird, weiß Florian Conze och nicht genau: „Jede Stadt hat irgendwie was für sich.“ - rudi

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