Band Battle: Zwei punktgleiche Sieger

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Richtig was auf die Ohren gab es beim „Band Battle MK“: Neun Bands beschallten das Festzentrum Hohe Steinert.

LÜDENSCHEID ▪ Ein Wettbewerb, neun Bands und zwei Sieger: Die Lüdenscheider Bands MKultura und Radotage teilten sich beim „Band Battle MK“ am Samstagabend im Festzentrum Hohe Steinert Platz eins – punktgleich.

Aufgrund ihres unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen eher weniger verbreiteten Stils hatten sich MKultura im Vorfeld des „Band Battles MK“, den das Jugendkulturbüro in Kooperation mit dem Bürgerschützenvereien auf die Beine gestellt hatte, in der Rolle des Außenseiters gewähnt. Tatsächlich lösten der Mix aus Soul, Funk und Rock und die grandiose Stimme der Jazz-Sängerin Florence Eyok Jubelstürme unter den überwiegend jugendlichen Zuhörern aus, die sich vor der Bühne im Takt der Musik wiegten und klatschten.

Sprechchöre und Zugabe-Rufe gab es für den energiegeladenen Auftritt der Poprocker von Radotage: Die Band um Frontmann Dennis König trat bei ihrem Auftritt ordentlich aufs Gaspedal, animierte das Publikum zum Hüpfen und verteilte Knicklichter. Vor der Bühne tanzten die Fans Pogo und sangen die Songs des Quintetts textsicher mit.

Die Jurymitglieder Nikolai Förster (Musiklehrer am Lüdenscheider Bergstadt Gymnasium), Uwe Obier (Musikschule Grenzenlos) und Burkhard Schimmel (Nachtflug Magazin) vergaben an beide Bands jeweils 28 von 30 möglichen Punkten. 20 Extra-Zähler heimsten beide Gruppen jeweils vom Publikum ein, das mit grünen und roten Karten für oder gegen eine Band stimmen konnte.

So kam es zum Stechen: Beide Combos präsentierten jeweils nochmal einen Song – und kamen erneut auf 48 Punkte. Der gut gelaunte und wortgewaltige Moderator Potlako Mokgadi erklärte schließlich beide Gruppen zum Sieger. Die Gewinne wurden ausgelost: Radotage durfte sich über drei Folge-Gigs freuen, MKultura über ein Studio-Wochenende bei Jam:is Records.

Fotogalerie zum Band-Battle:

Band Battle MK

Quater2Eight gewann ein professionelles Foto-Shooting bei LN-Fotograf Cedric Nougrigat. Das Trio aus Iserlohn und Letmathe, das kurzfristig beim „Band Battle MK“ eingesprungen war, hatte mit melodischer Rockmusik schnell die Zuhörer für sich gewonnen und sich mit 44 Punkten die zweitbeste Wertung des Abends gesichert.

Nachdem die Grungerocker von Marchpane aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig abgesagt hatten, waren es neun Bands, die im Festzentrum Hohe Steinert mit jeweils 15-minütigen Auftritten um die Gunst des Publikums und der Jury buhlten. Zunächst kamen die Freunde der knallharten Töne voll und ganz auf ihre Kosten: On The Red Carpet, Circlesquaretriangle und die Live-Debütanten Asbest Moustache Professor hauten den Zuhörern Metal- und Hardcore um die Ohren und schrieen sich die Seele aus dem Leib. Florian Rohr, Frontmann von On The Red Carpet, kletterte in den Traversen herum und heizte dem Publikum aus der Höhe ein.

Bei Deep Cherry Red unterbrach Moderator Potlako Mokgadi kurzerhand den Auftritt, weil die Band entgegen der Absprache Coversongs spielte. „Da hat es ein Missverständnis gegeben in Absprache mit uns, das tut mir leid“, sagte Ulrike Wagner vom Jugendkulturbüro. Die Musiker nahmen es mit Humor, spielten ihren einzigen eigenen Song und hinterließen damit bei Publikum und Jury einen positiven Eindruck.

Richtig krachen ließen es anschließend die Beatapples, die zu ihren Punk-, Rock- und Hardcore-Klängen über die Bühne tobten – und dabei gleich zweimal die Beckenständer am Schlagzeug umrissen. Kommt Zeit, Kommt Zeit überzeugte die Zuhörer mit deutschsprachigem Garagenrock, der an die Band Kettcar erinnerte. ▪ Sven Prillwitz

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