Familien Rode und Kampka/Zylakowski unzertrennlich

Zwei Familien im MK: So wurden aus Nachbarn engste Freunde

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Die gemütliche Sitzecke im Garten der Familie Rode: Hier fühlen sich auch Sven Zylakowski (links) und seine Freundin Karo Kampka wohl und genießen die Zeit mit Timo Rode und seinen Kindern Florian und Lena.

Lüdenscheid – Die Musik aus den Boxen läuft bei angenehmer Lautstärke, die Kaltgetränke stehen auf dem Tisch und die Stimmung ist wie immer prächtig, wenn die Familien Rode und Kampka/Zylakowski ihre Freizeit zusammen verbringen.

Die gemütliche Sitzecke auf dem großen Innenhof der Familie Rode lädt zum Klönen ein, sie war ein „Corona-Projekt“ und wurde erst vor wenigen Wochen fertiggestellt. Ein perfekter Ort, um das Siegerbier für den Titel „Super-Nachbar“ zu genießen. Sven Zylakowski hatte die Familie Rode nominiert, aber auch Timo Rode schickte eine Bewerbung für seine Freunde ab. „Vielleicht bekommen wir ja noch eine zweite Ladung Bier“, scherzt Timo Rode. Für einen Außenstehenden wird sofort deutlich, dass zwei Familien in der Nachbarschaft wohnen, die ähnlich ticken und auf einer Wellenlänge sind. 

Seit zwei Jahren in der Nachbarschaft

Seit zwei Jahren sind das Paar Sven Zylakowski und Karo Kampka zwar nicht direkte Nachbarn von den Rodes, aber ihre knapp 150 Meter voneinander entfernten Häuser im grün gelegenen Lüdenscheider Ortsteil Bellmerei trennt lediglich eine große Wiese, die der 15-jährige Florian Rode mit seinem Sitzrasenmäher hegt und pflegt. Auch um den Garten von Kampka und Zylakowski kümmert sich der Teenager. Im Gegenzug strich der selbstständige Malermeister Zylakowski das Zimmer von Florian neu („Der Junge kommt bei uns Rasen mähen, da kann man ihm auch etwas Farbe an die Wand schmeißen“). Florians zwölfjährige Schwester Lena ist ebenfalls ein gern gesehener Gast bei Sven und Karo, sie sittet regelmäßig Zylakowskis und Kampkas Kater Bernd. „Bernd ist einfach cool“, sagt Lena mit einer großen Freude und auch ihr Vater Timo ergänzt: „Ich mag eigentlich keine Katzen, aber Bernd ist einfach eine coole Socke.“ 

Die Familien freuten sich über den Gewinn bei der Aktion Super-Nachbar. 

Es wirkt, als kennen sich beide Familien schon ihr Leben lang. Dabei waren lediglich Sven Zylakowski und Timo Rode miteinander bekannt („Wir haben uns in der Gaststätte Alexandros ab und an gesehen“), bevor Sven und Karo ihr Haus kauften, um im Grünen zu entspannen und dem Alltagsstress zu entfliehen. „Wenn man uns als Nachbarn bezeichnet, wäre es fast schon eine Beleidigung. Wir sind mittlerweile engste Freunde“, freut sich Karo Kampka über die Entwicklung der vergangenen beiden Jahre, ihr Freund Sven bringt es kurz und knapp auf den Punkt: „Manchmal passt es einfach.“ Aber nicht nur gemeinsame Grillabende, Städtetrips nach Dresden und München oder Festivitäten in der zur Partylocation umgebauten Scheune der Familie Rode stehen auf der Tagesordnung und führten zu dem vertrauten Verhältnis. 

Rodes helfen bei der Renovierung

Bei der Renovierung des Hauses von Sven und Karo waren Timo Rode und seine Ehefrau Andrea stets mit Rat und Tat an ihrer Seite, packten jederzeit mit an. „Aus der Renovierung wurde fast eine Sanierung. Irgendetwas fehlte ja immer und wenn es nur mal die Rolle Klopapier war oder ein Schraubendreher. Aber die Rodes haben jederzeit geholfen und uns unterstützt. Das war alles andere als selbstverständlich, wir kannten uns damals ja kaum. Timo war immer zur Stelle“, freut sich Sven Zylakowski und ist auch weiterhin noch dankbar für die Starthilfe, die sie durch die hilfsbereite Familie in ihrem Eigenheim erhielten. Aber auch umgekehrt weiß der Rettungssanitäter Timo Rode genau, dass er sich jederzeit auf Sven Zylakowski verlassen kann. „Es ist ein Geben und Nehmen. Wir sind beide jederzeit füreinander da, wenn einer Hilfe benötigt.“ 

An die erste Nacht in den eigenen vier Wänden kann sich Karo Kampka noch genau erinnern, sie hatte passenderweise etwas mit den Rodes zu tun: „Das war nach Timos 40. Geburtstag. Wir haben hier inmitten der Baustelle geschlafen, aber wir wollten an diesem Tag unbedingt hier übernachten.“ Selbst die unterschiedliche Liebe in Sachen Fußballverein kann die beiden Männer nicht trennen. Sven ist Fan von Schalke 04, Timo ein BVB-Anhänger. Größere Gegensätze sind eigentlich nicht möglich, aber Sven stellt klar: „Der Fußball steht nicht zwischen uns. Ich habe eine Dauerkarte auf Schalke und habe Timo sogar schon einige Male mitgenommen. Wir drücken uns ab und an einen Spruch, das war’s aber auch schon.“ Die Freundschaft scheint unerschütterlich, wenn selbst das Thema Fußball bei der Fan-Situation kein Streitpunkt ist. Vielmehr wird auch in Zukunft weiterhin gemeinsam geklönt, gewerkelt, gereist und gefeiert – bei der Konstellation Rode und Kampka/Zylakowski passt es einfach...

Hier geht es zur Aktion Super-Nachbar

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