Zwei Dezernentenposten müssen in Lüdenscheid besetzt werden

Beigeordneter wechselte zur AfD: Parteien wollen Thomas Ruschin abwählen

Thomas Ruschin Lüdenscheid Dezernent
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Soll abgewählt werden: Thomas Ruschin.

Der Weg für eine Umstrukturierung in der Stadtverwaltung ist für Sebastian Wagemeyer (SPD) frei. Nach der Ankündigung von Kämmerer Dr. Karl Heinz Blasweiler, im Sommer für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen, sowie der geplanten Abwahl des zur AfD gewechselten Rechtsdezernenten Thomas Ruschin müssen zwei Dezernenten-Posten neu besetzt werden. Das schafft Spielraum für Ideen, unter anderem beim Zuschnitt der Fachbereiche.

Lüdenscheid - Am Montag kam der neu gewählte Bürgermeister Wagemeyer mit den Fraktionsspitzen von SPD und CDU zusammen, um ihnen in Grundzügen seine Ideen für eine neue Stadtverwaltung zu präsentieren. Demnach könnten unter anderem die Bereiche Kultur (bisher beim Rechtsdezernenten) und Personal (bisher in der Kämmerei) in die direkte Zuständigkeit von Wagemeyer wechseln.

Außerdem will der SPD-Politiker die von Vorgänger Dieter Dzewas abgeschaffte Stelle eines persönlichen Referenten wieder einführen. Die noch nicht mit Namen hinterlegten Umstrukturierungspläne sollen nun von CDU und SPD intern beraten werden. Eine Entscheidung ist noch nicht getroffen. Nach Einschätzung von CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling werden sich die angedachten Änderungen voraussichtlich noch nicht im Stellenplan 2021 wiederfinden. Dieser soll im Januar verabschiedet werden.

„SPD und CDU sind sich einig darüber, dass nach der Ankündigung von Dr. Blasweiler und der Abwahl von Thomas Ruschin beide Neubesetzungen der Dezernenten zusammengefasst werden“, erklärte SPD-Stadtverbandsvorsitzender Fabian Ferber. Beide Parteien stellen den Abwahlantrag in der Ratssitzung am Montag, 2. November, gemeinsam. Das Vorschlagsrecht für einen Nachfolger in der Kämmerei behält die SPD, die CDU hat wieder den ersten Zugriff auf das Rechtsdezernat. Wunsch und Ziel ist es, dass beide neuen Beigeordneten zum 1. Juli ins Amt kommen.

Das Personaltableau für die 15 Ausschussvorsitze, Aufsichtsräte und die ehrenamtlichen Bürgermeister steht. Man wolle FDP und Grünen aber nicht vorgreifen, denen ebenfalls die Leitung eines Ausschusses angeboten worden sei, hieß es gestern. So viel aber doch: Erster Bürgermeister soll Björn Weiß (CDU) werden, zweiter Bürgermeister Dirk Franke (SPD).

Christoph Weiland, in der Stichwahl unterlegener Bürgermeister-Kandidat der CDU, soll zudem Vorsitzender des neu geschaffenen Ausschusses für Beteiligungen, Finanzentwicklung und Verwaltungsmodernisierung werden. CDU und SPD vereinbarten einen engen Austausch bei großen Themen der Stadt, das Wort Große Koalition sei aber kein einziges Mal gefallen, sagte SPD-Chef Ferber.

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