Zusatz-Chance für doppelten Abi-Jahrgang

LÜDENSCHEID – Wegen des doppelten Abitur-Jahrganges soll die Lüdenscheider Stadtverwaltung im Jahr 2013 ausnahmsweise vom Sparkurs abweichen und über Bedarf ausbilden. Mit der Mehrheit von SPD, FDP und Grünen folgte der Hauptausschuss diesem Antrag der FDP, ergänzt durch die SPD-Anregung, auch bei den städtischen Töchtern wie Stadtwerke für zusätzliche Ausbildungsplätze über den Bedarf hinaus hinzuwirken.

Im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes wird die Stadt Lüdenscheid ab 2011 die zurzeit noch praktizierte zusätzliche Ausbildung einstellen. Mit der Ausnahme solle der unweigerlich höheren Nachfrage durch die große Zahl an Abiturienten in zwei Jahren Rechnung getragen werden, erklärte FDP-Fraktionsvorsitzender Jens Holzrichter. Die Stadt solle mit gutem Beispiel vorangehen und jungen Menschen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz bieten.

Nicht durchsetzen konnte sich CDU-Ratsfrau Ursula Meyer, die vor zusätzlichen Ausbildungsplätzen ohne Übernahmemöglichkeit warnte. Dies sei nicht ehrlich und konsequent. Denn die jungen Leute stünden dann nach ihrer Ausbildung auf der Straße und würden nur schwerlich woanders eine feste Stelle finden können. Holzrichter verwies hingegen darauf, dass es hier nicht um verwaltungsspezifische Berufe gehe. Denn bei der Stadt würden auch sogenannte „marktgängige“ Berufe wie Veranstaltungskauffrau, Fachkraft für Veranstaltungstechnik oder KfZ-Mechatronikerin ausgebildet. Und mit einer abgeschlossenen guten Ausbildung in einem dieser Berufe hätten die jungen Menschen durchaus gute Chancen auf einen festen Arbeitsplatz. - wok

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