„Zumutung“: Kleine Grünflächen verwahrlosen

CDU-Ratsherr Hansjürgen Wakup ärgert sich über ungepflegte Grünflächen in der Rathmecke.

LÜDENSCHEID ▪ Um hübsche bunte Blumenbeete geht’s ihm gar nicht erst, an denen freut er sich, wie viele andere, dann eben in der Innenstadt. Aber sieben Kilometer von der Innenstadt entfernt, in „seiner“ Rathmecke, schimpft CDU-Ratsherr Hansjürgen Wakup über „verkommenes Straßenbegleitgrün“: „Das ist ’ne Zumutung hier.“ Das sei in manchen, aber nicht in jedem Stadtteil so, hat er festgestellt. Am Vogelberg, so sein Eindruck, werde alles besser gepflegt.

Im letzten Bauausschuss hat er daher eine Anfrage zur Pflege und zum weiteren Vorgehen gestellt. Denn immerhin habe die Stadt im konkreten Fall gegen den Willen der Anwohner eine „Nase“ in die scharfe Kurve von Schulstraße, Krummenscheider Weg und Rathmecker Weg gebaut und im Gegenzug die Pflege versprochen. Im Mai 2008 sei die Minifläche fertig geworden. Damals verloren sich ein paar kleine Kriechsträucher auf der mit Rindenmulch bedeckten Fläche. Heute reicht wucherndes Grün bis zum Oberschenkel. Alte Werbeprospekte stecken zwischen Löwenzahn, Distel und Schafgarbe. Die Ecke wirkt ungepflegt, verwahrlost. Ein paar Meter weiter die Straße herunter ist ein kleines Teil-Fleckchen Erde ähnlich kultiviert, allerdings offensichtlich erst vor kurzem. Lange wird es nicht mehr dauern, bis es sich dem restlichen, ebenfalls zugewucherten Teil des Straßenrandes angeglichen hat.

„Es kann sein, dass wir aus vielen Gründen nicht mehr überall Pflegegänge machen können wie früher“, sagt dazu auf Nachfrage STL-Werksleiter Wolfgang Klose. Damit sei man mitten in der Folgekostendiskussion, die eine Neuanlage von solchen Flächen zwangsläufig nach sich ziehe: „Bei allem, was neu ist, hat man zusätzliche Unterhaltungskosten.“ Ein Grund bei Pflegemaßnahmen sei auf jeden Fall, ob irgendwo durch wucherndes Grün eine Gefährdung des Straßenverkehrs gegeben sei. Angesichts der Haushaltssituation könne man, so Klose, aber nur eines mit Sicherheit sagen: „Das wird nicht besser. Da muss man mit einem bisschen Grün eben zurechtkommen.“

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