International agierende Organisation

Zugriff der Bundespolizei: 28-jähriger mutmaßlicher Schleuser in Lüdenscheid festgenommen

Bundespolizei Festnahme Syrer Schleuser Lüdenscheid
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Am Mittwoch, 3. Februar, nahmen Beamte der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin einen 28-jährigen Syrer fest. Er soll 41 Landsleute über die österreichische Grenze nach Deutschland geschleust haben.

Über Monate ermittelte die Bundespolizei gegen den 28-jährigen Syrer. Jetzt wurde er festgenommen. Der Vorwurf: gewerbsmäßige Einschleusung von 41 Landsleuten.

Die Bundespolizei hat einen mutmaßlichen Schleuser verhaftet. Am Mittwoch, 3. Februar, nahmen Beamte der Bundespolizei Sankt Augustin einen 28-jährigen Syrer in Lüdenscheid fest. Er soll für die Organisation gewerbsmäßiger Einschleusung von insgesamt 41 Lansleuten verantwortlich sein. Dazu teilte die Bundespolizeidirektion München folgendes mit:

Durch umfangreiche Ermittlungen der Bundespolizei Passau konnte am Mittwoch (03. Februar) ein 28-jähriger syrischer Staatsangehöriger in Lüdenscheid von Einsatzkräften der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin festgenommen werden.

Seit August 2020 ermittelte der Ermittlungsdienst der Bundespolizei Passau im Auftrag der Staatsanwaltschaft Landshut gegen eine international agierende Schleuserorganisation. Ausschlaggebend für dieses Ermittlungsverfahren waren mehrere Aufgriffe und Festnahmen von Fahrzeugschleusern in Niederbayern. Diese brachten vorrangig syrische Staatsangehörige im Bereich Simbach und Passau über die deutsch-österreichische Grenze nach Deutschland. Im Rahmen der Ermittlungen wurde der 28-jähriger Syrer identifiziert, der die Schleusungen von Österreich aus organisiert haben soll. Er ist dringend verdächtig, von August 2020 an mindestens acht Einschleusungen nach Deutschland organisiert zu haben. Hierbei wurden insgesamt 41 Syrer in die Bundesrepublik transportiert. Die Festnahme steht im Zusammenhang mit Ermittlungen der österreichischen Polizeibehörden, vorrangig des LKA Wien. Am 20. Januar dieses Jahres wurde in Wien ein Hotel durchsucht. Hierbei konnten vier mutmaßliche Schleuser, sowie 30 unerlaubt eingereiste Personen festgenommen werden. Der nun festgenommene Syrer steht im Verdacht, von dort aus die Weiterschleusung nach Deutschland organisiert zu haben.

Die Staatsanwaltschaft Landshut erwirkte einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der Beteiligung an gewerbsmäßiger Einschleusung gegen den Mann. Daraufhin konnte der Haftbefehl gestern in Lüdenscheid vollstreckt und zeitgleich dort eine Wohnung durchsucht werden. Hierbei fanden die Bundespolizisten weitere Beweismittel. Der mutmaßliche Schleuser wurde noch am Festnahmetag dem zuständigen Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Lüdenscheid vorgeführt und im Anschluss in die Justizvollzugsanstalt Attendorn eingeliefert.

Die weiteren Ermittlungen gegen das Netzwerk werden im Auftrag der Abteilung zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität der Staatsanwaltschaft Landshut durch den Ermittlungsdienst der Bundespolizei Passau geführt.

Weitere Angaben würden aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht gemacht.

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