Fußgänger sind auf der L692 nicht eingeplant

Der Autobahnzubringer ist neu markiert und der Mehrzweckstreifen entfallen

Lüdenscheid -  Die Entschärfung des Unfallhäufungspunkts an der Autobahnabfahrt Lüdenscheid Nord sorgt für Irritationen. Fußgänger seien auf der Landesstraße offenbar nicht vorgesehen, so die Kritik von LN-Lesern aus der Umgebung.

Das Problem: Zur Schaffung eines weiteren Fahrstreifens für Rechtsabbieger von der Autobahn in Richtung Lüdenscheid musste auch die Fahrspur in der Gegenrichtung nach rechts verschoben werden. Der frühere Mehrzweckstreifen ist damit weggefallen und somit auch die Möglichkeit, gefahrenarm zu Fuß vom Dickenberg zum Industriegebiet Römerweg oder über Amphop nach Heedfeld zu gelangen. Der Straßenabschnitt zwischen den Einmündungen Römerweg und Kreisverkehr gehört eigentlich auch zum Rundwanderweg um Lüdenscheid.

Für den Landesbetrieb Straßen allerdings lagen die Proritäten anders. Ziel sei die Entschärfung der Unfalhäufungsstelle gewesen. Auf der mit durchschnittlich 15 339 Fahrzeugen täglich belasteten L 692 sei es darum gegangen, „die Rampe richtig räumen“ zu können, so Andreas Berg von Straßen.NRW. Denn zu verkehrsstarken Zeiten staute sich der Verkehr zurück bis auf die Richtungsfahrbahn Frankfurt und damit bis Talbrücke Sterbecke.

Das Thema Fußgänger habe weder beim damaligen Bau der Straße als reiner Autobahnzubringer noch bei der Ummarkierung auf der Agenda gestanden, macht Berg deutlich. Die Straße liegt „agO“, also außerhalb geschlossener Ortschaft. Wohnbebauung sei weit entfernt, eine bauliche Lösung aufgrund der extremen Böschungslage nicht zu realisieren. Für Fußgänger bleibt es damit problematisch zwischen Dickenberg und Römerweg. Empfohlen wird „mindestens Eigensicherung: Warnweste und Lampe.“ - flo

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