Premiere für neue Bußgelder

Zigarette weggeworfen: Ordnungsamt verteilt erstes 100-Euro-Knöllchen

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100 Euro kostet das Wegwerfen einer Zigarette in Lüdenscheid. 

Lüdenscheid - Die Stadt Lüdenscheid zeigt sich Müll- und Umweltsündern gegenüber wenig nachsichtig. Der Rat hat erst zum Juli die Bußgelder drastisch erhöht. Jetzt hat es den ersten Lüdenscheider erwischt. 

Im öffentlichen Raum ist das Rauchen nicht verboten, wohl aber Verunreinigungen jeder Art. Dazu gehört auch die weggeworfene Zigarette. 

Seit dem 1. Juli gelten deutlich höhere Bußgelder für Vergehen wie Kaugummi ausspucken oder das achtlose Kippen-Entsorgen. Wie Stadtsprecherin Marit Schulte mitteilte, habe das Ordnungsamt bereits ein erstes Verfahren unter den neuen Voraussetzungen eingeleitet. 

Ein Müllsünder muss 100 Euro zahlen, weil er eine Zigarette weggeworfen hat. Für die Beweisführung müssen die Ordnungsamtsmitarbeiter die Verursacher auf frischer Tat ertappen. Liegt die Zigarette erst auf dem Boden, wird es schwierig. 

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Nicht im gesamten Stadtgebiet könne das Ordnungsamt mit seiner Müllstreife kontrollieren. Marit Schulte weist aber darauf hin, dass auch die Polizei oder private Zeugen dem Ordnungsamt Verstöße melden können, wenn sie den Verursacher namentlich benennen können. 

Erst im April hatte der Rat für eine Verschärfung des Bußgeldkatalogs gestimmt. Der Ermessensspielraum wurde abgeschafft. Seit Mai drohten Müllsündern in Lüdenscheid daher immer 25 Euro Strafe. Nur zwei Monate später (ab 1. Juli) kostet es nun 100 Euro. 

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