Zielstrebigkeit siegt gegen Abenteuerlust

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Mit Segeln, Raketen aus Cola und Kaubonbons, oder mit Elektroantrieb – die Spannung war groß, welches Gefährt letztlich am besten vorwärts kam. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Die Mädchen haben überzeugt: Beim Erfinderduell in der Lüdenscheider Phänomenta bildeten Barbara und Frida die kleinste Gruppe, aber als es gestern Nachmittag darum ging, mit dem von ihnen gebauten Fahrzeug zu überzeugen, lagen die beiden vorn.

24 Jungen verteilten sich in den anderen fünf Teams und sie alle waren drei Tage lang überaus kreativ gewesen, um Fahrzeuge mit alternativen Antrieben zu konstruieren.

Alle sechs Teams hatten sich mit vielen Zuschauern auf der Privatstraße vor dem Autohaus Piepenstock versammelt. Dieser Teil der Gustav-Adolph-Straße war eigens für die Präsentation gesperrt worden. Angefeuert von ihren Angehörigen mussten die Teilnehmer aber nicht nur unter Beweis stellen, dass ihre Antriebe funktionierten. Die drei Jury-Mitglieder Lars Dulas vom Autohaus Piepenstock, Frank Bläsing vom Automobilzulieferer Kostal und Hansjürgen Wakup von der Verkehrswacht waren echte Experten, die sich von den Kindern und Jugendlichen zunächst einmal erklären ließen, welche Ideen hinter den jeweiligen Modellen steckten.

Gleich zwei Teams versuchten sich mit einem Raketenantrieb – aus Coca Cola und Kaubonbons. Die vermeidlich rasantesten Antriebe erwiesen sich dabei aber als echte Rohrkrepierer. Die Autos kamen kaum oder sogar gar nicht vom Fleck. Da nützte auch der noch so coole Heckspoiler an einem der beiden nichts. Futuristisch war dagegen das dreirädrige Design des zweiten Raketenfahrzeugs.

Was die Fortbewegung anging, hatten schließlich Johannes, Jan, Paul und Dennis die Nase vorn. Der kalte Wind spielte ihrem Segel, dessen Fläche auch noch variabel gestaltet werden konnte, in die Hände. Sie landeten in der Gesamtwertung auf dem zweiten Platz. Dritte wurden Kristof, Jannik, Liam und Nick mit dem kleinsten Auto im Wettbewerb. Sie hatten sogar an einen Windkanal gedacht. Die Jura achtete aber nicht nur auf den Antrieb –  Punkte wurden noch in weiteren Kategorien vergeben: Ausführung, Optik, Originalität, Technik und Extras. Und in der Summe dieses Ganzen lagen Barbara und Frida schließlich vorn. Sie hätten ihr Projekt zielstrebig von Beginn an verfolgt, ihr Fahrzeug bis ins Detail geplant und genauso umgesetzt, fasste Frank Bläsing zusammen. Sogar einen kleinen Schalter für den Elektroantrieb hätten sie eingebaut – das beeindruckte besonders. ▪ gör

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