LSG zieht nach Schützenfest und Kirmes zweischneidiges Resümee

LÜDENSCHEID - Der Blick auf das zurückliegende Schützenfest ist für den Vorstand der LSG eine zweischneidige Angelegenheit. Zwar nannte Schützenoberst Friedrich Karl „Kalli“ Schmidt das Fazit „sehr sehr positiv“, aber nur im Hinblick auf das Fest der Schützen. Der Kirmesbetrieb habe an vielen Problemen gelitten. „Da sind wir in der Tat ein bisschen geknickt.“

Von Olaf Moos

Ob und wie im nächsten Jahr wieder eine Kirmes auf dem Loh stattfinden wird, soll vereinsintern bis zum Herbst geklärt sein, sagte Schmidt. Dann beginnen die Vorbereitungen für 2012.

Das Schützenfest-Konzept, nach dem eine breitere Öffentlichkeit hergestellt und auch „den Schützen fern stehende Kreise“ erreicht werden sollten, ist laut „Kalli“ Schmidt „voll aufgegangen. Nicht nur das Königsschießen oder der Zapfenstreich, vor allem auch der Gottesdienst ist sehr gut angenommen worden“, freute sich der Oberst Montag im LN-Gespräch. Darauf lasse sich gut aufbauen.

Doch die miesen Erfahrungen der Schausteller und die mehr als zurückhaltende Resonanz der Bevölkerung auf die Veranstaltungen im Festzelt bereiten dem LSG-Vorstand Kopfschmerzen. „Wir haben uns bei der Terminwahl und der Dauer der Kirmes an den Wünschen der Schausteller orientiert. Wir haben mehr Geld als je zuvor für Werbung ausgeben. Die Musikveranstaltungen in der Zeltarena sollten die Kirmes beleben. Wir haben uns unwahrscheinlich viel Mühe gegeben, aber die Besucher sind nicht gekommen, das ist uns unerklärlich.“

Derweil wurde gestern bekannt, dass die Schausteller möglicherweise ein juristisches Nachspiel anstreben, weil sie sich getäuscht fühlen. Die LSG habe die Öffentlichkeit mit ihren Veranstaltungen in die Innenstadt statt zum Loh gelockt, hieß es.

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