Offene Türen am 9. September

Zepp und Kindervilla: Denkmaltag mit zwei Gebäuden

Dr. Arnhild Scholten, Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins, und Schulleiter Sebastian Wagemeyer laden für den Tag des Denkmals ein zu einem Rundgang durchs „Zepp“.

Lüdenscheid - Orte, die sonst nie oder nur selten für das Publikum zugänglich sind, öffnen für einige Stunden ihre Türen. Der Tag des Denkmals am 9. September gibt in Lüdenscheid Gelegenheit, mal einen Blick in historische Gebäude zu werfen.

Dr. Arnhild Scholten, Vorsitzende des Geschichts- und Heimatvereins, lädt für den Stadtfest-Sonntag neben dem City-Bummel auch zu einem Rundgang durch zwei Lüdenscheider Gebäude ein.

Die setzen gerade wegen ihres Alters und Aussehens einen städtebaulichen Akzent und üben noch immer eine besondere Faszination auf den Betrachter aus. Das Zeppelin-Gymnasium am Staberg und die SOS-Kindervilla an der Freiherr-vom-Stein-Straße stehen an diesem Tag (von 14 bis 17 Uhr) im Blickpunkt.

Das „alt-ehrwürdige“ Schulgebäude, von Architekt Herrmann Falkenroth im Stil der Florentiner Renaissance errichtet und 1889 bezogen, ist mit seiner rot-weißen Schmuckfassade eines der auffälligsten Gebäude in der Stadt geblieben. Seit 1947 firmiert der Standort offiziell als „Zeppelin-Gymnasium“.

Die Fassade übte seit jeher eine besondere Anziehungskraft auf Fotografen aus. Das beliebte Bildmotiv findet sich – mit guten Wünschen und vielen Grüßen versehen – auf zahlreichen Postkarten wieder. „Auf eBay gibt es immer wieder historische Ansichten mit diesem beeindruckenden Motiv“, weiß Schulleiter Sebastian Wagemeyer um das bis heute begehrte Fotoobjekt.

Aber das Gebäude habe noch mehr als die Fassade zu bieten: die Treppengestaltung, die Säulen in den Gängen, die alte Bibliothek, die Aula oder die seit mehr als hundert Jahren aktive Wetterstation. „Es lohnt sich, aufs Dach zu gehen und den wunderbaren Blick über die Stadt zu genießen.“ Für Ehemalige wie auch für „Schulfremde“ sei ein Gang durchs Gebäude zweifellos ein Erlebnis.

Sogar der Brandschutz musste die vielen alten Elemente gebührend berücksichtigen. „Wir wollen das Bewusstsein für die Schönheit und die Originalität fördern“, erklärt Dr. Scholten. Nachdem in den vergangenen Jahren Denkmäler in der Umgebung besucht wurden, wird diesmal Geschichte in der Stadt geöffnet.

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