Zentrum soll bis zum Jahresende in Betrieb sein

LÜDENSCHEID ▪ Die Verleihung des ersten Regionale-Sterns für das geplante Anwenderzentrum Werkzeugbau Südwestfalen (wir berichteten) werten die Initiatoren als große Anerkennung, die die zusätzliche Förderung erleichtern werde. Mit der konkreten Umsetzung wird die noch junge Trägergesellschaft jedoch nicht warten, bis weitere Sterne „vom Regionale-Himmel regnen“.

Eine Fachjury beim Projektträger Jülich, zuständig für die Förderanträge für Landes- und EU-Mittel, hat das Projekt bereits positiv bewertet und somit grünes Licht gegeben. Die GmbH, die der Zuwendungsempfänger sein wird, befindet sich in Gründung. Gesellschafter werden mit 70 Prozent der Trägerverein sowie mit jeweils zehn Prozent die Stadt Lüdenscheid in Form des EGC, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung beim Kreis sowie das Kunststoff-Institut Lüdenscheid sein. 4,1 Millionen Euro sollen in den kommenden drei Jahren aus dem FIT-Programm (Forschung, Innovation und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen) fließen. Rund 2,7 Millionen Euro davon sind für Investitionen beispielsweise in Software, Maschinen und Meßgeräte vorgesehen. Die Trägergesellschaft muss einen Eigenanteil von 25 Prozent, rund 800 000 Euro, aufbringen.

Dafür sehen die Gründerväter jedoch nicht schwarz. „Mittlerweile haben wir 17 Mitglieder. Mehr als 60 Interessenten haben sich bereits gemeldet“, so der erste Vorsitzende Christoph Kaiser. Bei einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 15. April, um 15 Uhr im Ratssaal will der Verein sein Vorhaben ausführlich vorstellen. Geplant ist dabei auch ein Vortrag des Fraunhofer-Instituts über Technologie im Werkzeugbau.

Wo das Werkzeugbauzentrum seinen Sitz haben wird, steht noch nicht fest. Die Mitglieder der Trägergesellschaft haben aber bereits einige Gebäude im Blick. Unter anderem ist das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Hasco am Freisenberg im Gespräch. „Wir wollen schnell in die Puschen kommen“, meint Geschäftsführer Ulrich Möller, das heißt, bis zum Jahresende soll das Zentrum in Betrieb sein. „In drei Jahren soll es möglichst Geld verdienen.“ Vorbild ist das Kunststoff-Institut, dessen Erfolgsgeschichte man wiederholen möchte.

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