Vollwertige Team-Mitglieder im Diabetiker-Zentrum

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Michael Langhals, stellvertretender Leiter des Zentrums für jugendliche Diabetiker (re.), und die Erzieher im Anerkennungsjahr, Marcel Gebser, Kristina Makowski, Alina Roschkowski (v.li.).

Lüdenscheid - Seit Juli absolvieren Alina Roschkowski, Kristina Makowski und Marcel Gebser ihr Anerkennungsjahr als Erzieher im Zentrum für jugendliche Diabetiker. „Sie sind vollwertige Mitglieder in unserem Team“, sagt Michael Langhals, stellvertretender Einrichtungsleiter, und als solche fühlen sich die drei auch.

In Wohngruppen mit Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18, 13 und 16 sowie 21 und 53 Jahren sind die drei jungen Leute eingesetzt. Kristina Makowski hat in ihrer Gruppe auch Menschen mit geistiger Behinderung. Sie ist nach ihrem Anerkennungsjahr staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin, Alina Roschkowski und Marcel Gebser staatlich anerkannte Erzieher. Zuvor waren sie zwei Jahre am Gertrud-Bäumer Berufskolleg, wo sie neben der Theorie unterschiedlich lange Praktika in Kindertagesstätten, dem Offenen Ganztag und im Jugendbereich machten. Das Anerkennungsjahr ist die letzte, aber um so wichtigere Phase ihrer Ausbildung, bevor sie das ersehnte Abschlusszertifikat in den Händen halten.

Michael Langhals bricht eine Lanze für die Praktikanten im Anerkennungsjahr. „Die Träger nehmen sich selbst eine Chance, wenn sie keine Plätze zur Verfügung stellen. Wenn es sich ergibt, können sie aus diesem Potenzial gut eingearbeitetes Personal schöpfen. Den angehenden Erziehern selbst bietet das Jahr wiederum die Chance zu erkennen, ob sie die richtige Wahl getroffen haben. Wer das bei uns hinkriegt, der kann überall im Erziehungsbereich arbeiten“, ist er überzeugt.

Die drei Praktikanten wurden schon nach einigen Wochen vollständig in den Gruppen eingesetzt. „Der Umgang mit Diabetes steht natürlich ganz oben auf der Liste. Dem Alltagsleben auf der Gruppe und dem nicht immer einfachen Umgang mit den Jugendlichen muss man sich stellen und auch mal auf den Tisch hauen. Hinzu kommen der Kontakt zu den Familien und die bürokratischen Aufgaben“, beschreiben sie ihren umfangreichen Arbeitstag im Spät- und Frühdienst. „Natürlich stehen ihnen die Fachkräfte – fünf pro Gruppe – immer zur Seite“, betont Langhals. „Fürs Team leisten die Praktikanten essentielle Unterstützung.“

Wichtig sei es, Anerkennung und Autorität in der Gruppe zu erlangen. Diese Erfahrung haben Marcel Gebser, Kristina Makowski und Alina Roschkowski längst gemacht und sind überzeugt, genau die richtige Berufswahl getroffen zu haben. „Das Schönste ist es doch einfach, mit Menschen zu arbeiten“, sagt Marcel Gebser.

Rund 100 angehende Erzieher aus dem Berufskollegs in Plettenberg und Lüdenscheid waren in diesem Jahr auf eine entsprechende Stelle im Anerkennungsjahr angewiesen. Probleme, eine zu bekommen, gab’s häufig. Angesichts der positiven Erfahrungen, die das Zentrum für jugendliche Diabetiker bisher gemacht hat und macht, ist das nur schwer nachvollziehbar.

Von Martin Messy

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