Zeitarbeit: „Die Übernahme ist das erklärte Ziel“

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CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Heider (l.) erhielt gestern von Karin Gerth und Wilhelm Oberste-Beulmann einen Einblick in den Alltag von „START Zeitarbeit NRW“.

Lüdenscheid -  Wie steht die Branche da? Wie wurden die gesetzlichen Neuregelungen umgesetzt und was hat das für Auswirkungen auf die Praxis? Um diese und weitere Fragen ging es am Mittwoch bei einem Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider bei der „Start Zeitarbeit NRW“ in Lüdenscheid.

Im Rahmen der Initiative „Praxis für Politik“ des BDWi (Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft) erhielt Heider einen Einblick in die Zeitarbeitsfirma, die mit 27 Niederlassungen in NRW vertreten ist. Sie beschäftige zurzeit 180 interne sowie knapp 2500 externe Mitarbeiter und 400 Auszubildende.

Im Mittelpunkt des Treffens mit Niederlassungsleiterin Karin Gerth und Wilhelm Oberste-Beulmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, standen unter anderem Einstellungsgespräche sowie die Abläufe des Personaldienstleisters. Dessen Ziel sei es, so Oberste Beulmann, Arbeitssuchende und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen, vor allem jene mit so genannten Vermittlungshemmnissen, in den Arbeitsmarkt zu integrieren und langfristig in Beschäftigung zu bringen. „Eine Übernahme, egal zu welchem Zeitpunkt, ist für uns das erklärte Ziel“, erläuterte Oberste-Beulmann das besondere Konzept des Unternehmens. Allein in diesem Jahr konnten schon 16 Übernahmen verzeichnet werden, so Karin Gerth.

Aber auch die Situation im Ausbildungsbereich war gestern ein zentrales Thema . So biete „Start“ mit Hilfe von Kooperationsbetrieben sowie einem Qualifizierungskonzept Jugendlichen mit Vermittlungsschwierigkeiten einen Weg in die Ausbildung – und die Beschäftigung. „In Lüdenscheid befinden sich derzeit fünf Jugendliche in einer partnerschaftlichen Ausbildung“, erläuterte Karin Gerth weiter und verwies auf die finanzielle Unterstützung von Seiten „Starts“ für den Ausbildungsbetrieb sowie die Begleitung während der gesamten Zeit. „Wir kümmern uns um jene, die ohne Hilfe keine Ausbildung bekommen würden.“ Dr. Matthias Heider gewann nach eigener Aussage ein positives Bild des Unternehmens, das den Anspruch habe, die Zeitarbeits-Branche zu verändern. „Das gute Zusammenspiel der Tarifpartner in der Zeitarbeit zeigt sich nicht nur darin, dass unter anderem der DGB und der Arbeitgeberverband Stahl als Gesellschafter am Unternehmen beteiligt sind. Ein Mindestlohn von 9,10 Euro und der generelle Equal-Pay-Ansatz („Gleiche Bezahlung“) zeigen, dass die Tarifpartnerschaft funktioniert“. - kes

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