LWL zeigt in den Museen Wanderausstellung

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Eine Mathematikfibel, wie sie den Erstklässlern um 1940 präsentiert wurde.

Lüdenscheid - Nein, einen Rohrstock als Exponat gibt es nicht. „Die wurden ja so lange benutzt, bis sie beim Prügeln der Kinder zerbrochen sind“, sagt Alexandra Palluch vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Am Sonntag wird in den Museen der Stadt eine ganz besondere Ausstellung eröffnet.

 „Das erste Schuljahr – von Schultüten zum ,Ernst des Lebens’?“ heißt sie. 200 Exponate geben Einblick in die ersten Begegnungen mit Schule im 20. Jahrhundert.

Konzipiert ist die Präsentation als Stellwandausstellung, angereichert ist sie sehr liebevoll mit vielen Exponaten, die eigene Erinnerungen wieder wach werden lassen. Der abgegriffene Tornister, die Fibel, Albert Sixtus’ Bestseller „Die Häschenschule“, 1924 das erste Mal auf dem Markt erschienen, Osterzeugnis, Schiefertafel, Poesiealbum, Schultüten in vielen Variationen – und schon ist man mittendrin in den eigenen Erinnerungen an schöne und schwierige erste Schultage.

Die Wanderausstellung des LWL nimmt ihren Anfang in Lüdenscheid. Museumsleiter Dr. Eckard Trox ist stolz darauf, dass das Haus an der Sauerfelder Straße der Ausgangspunkt für sieben weitere Stationen in Nordrhein-Westfalen ist. Die Ausstellung ist kein chronologischer Gang durch die Grundschule. Sie soll Emotionen wieder wachrufen, Anknüpfungspunkte an die eigenen Erinnerungen ermöglichen. Zitate, Tondokumente und Einspieler ergänzen die Exponate.

Eröffnet wird „Das erste Schuljahr – von Schultüten zum ,Ernst des Lebens’?“am Sonntag bei freiem Eintritt um 11.30 Uhr in den Museen mit ein paar Grußworten und der Einführung in die Ausstellung durch Alexandra Palluch.

Anschließend ist die Wanderausstellung bis zum 11. Oktober in Lüdenscheid zu sehen. Wie immer wird ein Begleitprogramm angeboten – wir berichten noch. - rudi

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