Organisatoren ziehen Bilanz

Nächste Lichtrouten in zwei Jahren? Das erste Geld ist schon da

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Lüdenscheid - Zehn Tage Lichtrouten liegen hinter Lüdenscheid. Jetzt ziehen die Organisatoren Bilanz. So könnte es jetzt weitergehen.

„Mein Licht ist aus, ich geh’ nach Haus...“ – ganz so wie in der alten St. Martins-Weise gehen die Lüdenscheider Lichtrouten dann doch nicht zu Ende. „Bis Mittwoch haben wir noch reichlich mit dem Abbau zu tun“, sagt Kuratorin Bettina Pelz, „da helfen viele mit. Der Erfolg schweißt zusammen.“

Bis fünf Uhr früh habe man am Samstagabend in der Humboldtvilla gefeiert mit allen, die an dem Erfolg der Lichtrouten beteiligt waren. Zehn Tage Lichtrouten liegen hinter den Kuratoren Tom Groll und Bettina Pelz sowie der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH als Produzent.

Alle Bilder und Videos - so schön waren die Lichtrouten

Zählen konnte man die Besucher nicht, „aber das waren viele. Der Zugriff auf unsere Seite lag bei 66.000, die Standortkarte wurde 33.000 Mal aufgerufen.“ Nicht nur die technische Unterstützung durch die Firma Live-Sound und der Medientechnikexperten außerhalb Lüdenscheids sei fantastisch gewesen, sondern auch die Zwischenmenschlichkeit, das Miteinander, der gemeinsame Treffpunkt Humboldtvilla.

Ein letzter Blick vom Container auf dem Rathausplatz: André Westermann (LSM), und die beiden Lichtrouten-Kuratoren Tom Groll und Bettina Pelz.

Pelz: „Der junge Lüdenscheider Marc Hewitt zum Beispiel hat sich bei seinen Führungen weiß angezogen und einen Ghettoblaster auf der Schulter gehabt, damit die Leute ihn wiederfinden. So hat jeder seine eigene Geschichte daraus gemacht.“ Rahmenbedingungen und Auflagen seien heute anders als früher, sagt André Westermann (LSM). Der Brandschutz, die Menschenmenge – die Spielorte müssen heute weit auseinanderliegen. Die Stromkosten seien heute nichts gegen die Kosten für die Sicherheit.

Tom Groll und Bettina Pelz im Interview:

„Jeder Wasserkocher braucht mehr Strom als so ein Beamer“, ergänzt der Lichtkünstler Tom Groll. Zum Teil bauen die Künstler selbst mit ab. Philipp Mohr zum Beispiel im Capitol, dessen „Origin“ an einem Lichtroutenabend wegen Materialermüdung nicht zu sehen war und repariert werden musste. Groll: „Der hat gerade noch zu mir gesagt: Das war allererste Sahne, was ihr hier abgeliefert habt.“

Schon 3000 Euro gesammelt

Insgesamt sind die Lichtrouten-Macher sehr zufrieden mit dem Verlauf der letzten zehn Tage. Der Blick in die Zukunft der Lüdenscheider Lichtrouten allerdings ist ungewiss. Bettina Pelz: „Die Assistenzen haben gesammelt. Mehr als 3000 Euro. Das ist ja schon mal ein Prozent der Summe, die neue Lichtrouten in zwei Jahren kosten würden.“

Lichtrouten 2018 in Lüdenscheid: Leserfotos

Den inhaltlichen und künstlerischen Anspruch will André Westermann nicht heruntergeschraubt sehen: „Eine gewachsene Marke sollte man nicht verwässern. Alle fünf Jahre Lichtrouten macht keinen Sinn. Aber es gibt ja nun neben den Sponsoren auch viele, die quasi in zweiter Reihe partizipiert haben. Taxiunternehmen, die Gastronomie oder die Hotels. Da wäre schon schön, wenn das Feedback käme. Die Stadt als solche muss die Lichtrouten in zwei Jahren wollen. Wir stehen jetzt an dem Punkt: Wie geht der Rhythmus weiter? Und das ist nicht nur eine Frage für Politik und Verwaltung. Da müssen alle mithelfen, die Lichtrouten wollen, und dieses Signal auch eindeutig geben. Nicht nur wegen der Kunst an sich, sondern auch weges des Wirtschaftsfaktors.“

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