Noch immer DM-Bußgeld im Aushang am Nattenberg

Der gepflegte Aushang-Kasten am Nattenberg-Stadion beherbergt eine „alte“ Stadionordnung.

LÜDENSCHEID ▪ Zehn Jahre nach Einführung des Euro sind noch längst nicht alle Erinnerungen an die D-Mark aus dem Stadtbild verschwunden. So prangt im Aushängekasten am Haupteingang des Nattenbergstadions ein zwei Seiten langes, laminiertes Regelwerk zum Verhalten in der Sportstätte.

Zuwiderhandlungen, so heißt es in Paragraph 8, könnten „mit einer Geldbuße von mindestens 5,-- DM bis höchstens 1000,-- DM nach den Vorschriften des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ... belegt werden“.

„Danke für den freundlichen Hinweis“, sagt dazu Stadtpressesprecher Wolfgang Löhn. Einfluss auf die rechtliche Gültigkeit habe es jedoch nicht, ob irgendwo noch DM statt Euro stehe. „Dann gilt halt der offizielle Wechselkurs“, betont er. Zum Vergleich verweist Löhn auf Winterdienst-Schilder im Stadtgebiet, die immer noch mit „Der Stadtdirektor“ gezeichnet seien, obwohl es längst „Der Bürgermeister“ heißen müsste, da Lüdenscheid seit Jahren keinen Stadtdirektor mehr hat. Auch diese Schilder seien trotzdem nach wie vor gültig.

Rot-Weiß Lüdenscheid hat die Euro-Umstellung hingegen problemlos geschafft, wie ein zweiter Blick in den Schaukasten belegt. Zumindest die Eintrittspreise sind auf dem Stand der Zeit, lediglich bei der Gleichberechtigung gibt’s Nachbesserungsbedarf: vier Euro für Vollzahler, drei Euro für Frauen – und Rentner, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger.

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