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Kleinste Waschmaschine der Welt im MK macht sprachlos

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Von: Monika Salzmann

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Timothy Thomson Phil Schmitz Zauberer Lüdenscheid
Timothy Thomson (links) und Phil Schmitz boten eine Zaubershow nach Maß. © Jakob Salzmann

Klatschen will nach der langen Coronapause gelernt sein! Allen, die’s wieder lernen wollten, gaben Zauberer Timothy Thomson und seine magischen Gäste – Holger Glang und Phil Schmitz – am Samstag bei ihrer Magic Mix-Show im CVJM-Heim an der Mathildenstraße einen heiteren Crash-Kurs in Sachen Applaus.

Lüdenscheid – Hände bewegen, nach vorn strecken und zusammenführen, hieß es da. Stimmt, so war’s! Derart eingestimmt auf einen Abend voller Magie, Illusion, Spaß, Comedy und Interaktion, machte das Publikum – kontinuierlich in die Show eingebunden – bereitwillig bei allen Tricks des zaubernden Trios mit.

Im Wechsel überraschten, verblüfften, unterhielten und amüsierten Gastgeber und Moderator Timothy Thomson, Comedy-Zauberer Phil Schmitz aus Köln und Mentalist Holger Glang aus Wesel die Besucher. Als besonderer Gast stieg Nudella – Paraderolle von Phil Schmitz – mit wallender Mähne, orientalischem Gewand und fremdländischem Akzent in den Zauberring, um einen Frontalangriff auf die Lachmuskulatur zu starten.

Theatralisch im Stil eines „großen Meisters“, dem es zu huldigen galt, startete Nudella mit ihren „Titen“ (Tüten), in denen ein Nagel versteckt war, ihren Frontalangriff auf die Lachmuskulatur. Todesmutig, um Leib und Leben fürchtend, zerdrückte der Magier aus dem Morgenland die „Titen“ mit der bloßen Hand. Wie durch ein Wunder blieb am Ende die Papiertüte mit dem langen Nagel übrig – und die Hand unverletzt. Um ihn nicht in Versuchung zu führen, altbackene Kartentricks vorzuführen, zauberte Timothy Thomson seinem Kölner Zauberkollegen die mitgebrachten Karten einfach weg. Kleiner und kleiner wurde das Kartenspiel in seinen trickreichen Händen, bis es sich in Schnipsel auflöste.

Phil Schmitz Magic Mix CVJM Lüdenscheid Zauberer
Spektakulär, sehenswert und ein Angriff auf die Lachmuskeln: die Magicmix-Show. © Jakob Salzmann

Kartentricks gab’s trotzdem, wenn auch mit unsichtbaren Karten. In Zeitlupe machte Timothy Thomson das Schneiden eines Films mit beredter Mimik zum humorvollen Erlebnis, lief beim Magic Tele-Shopping als findiger Verkäufer („Vergesst den Käse-Klaus, nennt mich Wein-Willi“), der Weinflaschen vermehrte und die Bierwünsche eines bayrischen Anrufers erfüllte, zur Hochform auf – und versenkte eine Flasche Wasser, ohne einen einzigen Tropfen zu verschütten, in einer Zeitung. Wein aus Wasser zu machen, war auch kein Problem.

Ganz anders Mentalist Holger Glang, der „im Kopf der Besucher surfte“ und schon im Vorfeld wusste, welche Antworten sie geben würden. Besser als ein Horoskopbuch beschrieb er den Charakter eines ihm unbekannten Menschen, an den eine Zuschauerin dachte und belehrte eine Teilnehmerin, die nicht an ihr Gedächtnis und ihre Rechenkünste glaubte, eines Besseren. Dass er ein ganzes Buch auswendig gelernt und jede beliebige Stelle zitieren konnte, setzte dem Ganzen die Krone auf. Mit seiner quirligen Art spielte sich Phil Schmitz, der Tische schweben ließ und sich als Entfesselungskünstler erwies, in die Gunst des Publikums. Mochten Andrea und Ralf, die ihn fesselten und verknoteten, die Fessel noch so fest zuziehen: Er kam augenblicklich aus den festgezurrten Stricken heraus. „Ich geh mir meine Handgelenke kühlen“, meinte er verschmitzt.

Mit der kleinsten und leichtesten Waschmaschine der Welt, die dreckige Tücher wie von Zauberhand blütenweiß wusch, machte er selbst Skeptiker sprachlos. Sehr unterhaltsam und kurzweilig, diese Show!

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