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ZAK im Kulturhaus öffnet die Türen

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Von: Leon Malte Cilsik

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Die 11. Ausbildungsmesse Zukunft Arbeit Karriere im Kulturhaus hat begonnen.
Die 11. Ausbildungsmesse Zukunft Arbeit Karriere im Kulturhaus hat begonnen. © Malte Cilsik

Die 11. Ausbildungsmesse Zukunft Arbeit Karriere im Kulturhaus hat begonnen. Wir waren bei der Eröffnung vor Ort.

Lüdenscheid – Pünktlich um acht Uhr eröffnete Bürgermeister Sebastian Wagemeyer am Donnerstag vor rund 300 Lüdenscheider Neuntklässlern die Ausbildungsmesse Zukunft Arbeit Karriere (ZAK) im Kulturhaus. Die Schüler waren die ersten von insgesamt rund 1100 Jugendlichen, die sich in diesem Jahr an 75 Ständen Klarheit über die eigene Zukunft verschaffen können.

Einleitend verdeutlichte Wagemeyer die Relevanz derartiger Veranstaltungen: „Im August waren 810 Ausbildungsplätze im Märkischen Kreis unbesetzt – bei 292 Bewerbern ohne Stelle“, zitierte der Bürgermeister die Ausbildungsstatistik im Märkischen Kreis und betonte vor diesem Hintergrund, wie wichtig eine fast normale ZAK für den Austausch zwischen Unternehmen und Schülern sei.

Pünktlich um acht Uhr eröffnete Bürgermeister Sebastian Wagemeyer die ZAK.
Pünktlich um acht Uhr eröffnete Bürgermeister Sebastian Wagemeyer die ZAK. © Malte Cilsik

Fast normal, denn: Einige Neuerungen aus dem vergangenen Jahr, als die Messe coronabedingt nur in reduziertem Umfang stattfinden konnte, wurden beibehalten. Denn beispielsweise die stärkere Staffelung der Schüler in Kombination mit der Ausweitung der Messe auf zwei Tage habe sich bewährt, genauso wie die Einbahnstraßenregelung im Kulturhaus.

Ein unvollständiger Rundgang

Direkt am Eingang hat P.C. Turck Metallverarbeitung seinen Stand – die prominente Lage gefällt Geschäftsführer Holger Schulte: „Hier können wir uns den Schülern super präsentieren. Denn genau das ist unsere Aufgabe: Früher kamen die jungen Leute auf die Unternehmen zu, heute ist es eben andersherum.“ Gemeinsam mit Christiane Tylko wirbt er daher unter anderem für ein Praktikum oder eine Ausbildung als Industriekauffrau/-mann oder Mechatroniker bei dem Lüdenscheider Unternehmen.

Holger Schulte und Christiane Tylko waren für die Firma P.C. Turck vor Ort.
Holger Schulte und Christiane Tylko waren für die Firma P.C. Turck vor Ort. © Malte Cilsik

Ein Stück weiter bietet Figaros Hairpoint neben Informationen zur Friseurausbildung auch die Möglichkeit auf einen kostenlosen Haarschnitt. „Es ist super, dass wir auf dieser Messe als kleiner Betrieb gleichberechtigt sind mit den großen Unternehmen der Region“, freut sich Inhaber Detlev Spies.

An Figaros Hairpoint ließ sich auch in diesem Jahr wieder Matthias Reuver, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport, von Rashid Ibrahim die Haare schneiden. In der Mitte zu sehen ist Inhaber Detlev Spies.
An Figaros Hairpoint ließ sich auch in diesem Jahr wieder Matthias Reuver, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport, von Rashid Ibrahim die Haare schneiden. In der Mitte zu sehen ist Inhaber Detlev Spies. © Malte Cilsik

Auch ohne ein solches Extra erfreute sich der Bundeswehr-Stand großer Beliebtheit. „Lüdenscheid muss sich mit einem Angebot dieser Größenordnung nicht vor Alternativen in Hagen oder dem Ennepe-Ruhr-Kreis verstecken“, sagt Stefan Bottender, welcher im Hagener Beratungsbüro der Bundeswehr eine leitende Funktion innehat.

Marius Willing (rechts) informierte sich bei Kristina Kruber und Stefan Bottender über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr.
Marius Willing (rechts) informierte sich bei Kristina Kruber und Stefan Bottender über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr. © Malte Cilsik

Zu den zahlreichen Interessenten zählte am Donnerstag auch Marius Willing, der im Sommer seinen Abschluss am BKT Lüdenscheid macht. „Ich habe mich bereits entschieden, dass ich zunächst eine dreimonatige Grundausbildung und danach ein duales Studium bei der Bundeswehr machen möchte“, sagt der 17-jährige. Die Messe habe er somit ideal für die Kontaktaufnahme nutzen können.

Oberes Stockwerk

Im oberen Stockwerk bekam unter anderem ein Geschicklichkeitsspiel von Lenzkämper viel Aufmerksamkeit: „Wir nutzen die Gelegenheit dann natürlich, um mit den Schülern ins Gespräch zu kommen“, sagt Tiana Weber, „als Auszubildende (zur Industriekauffrau, Anm. d. Redaktion) können wir mit ihnen auf Augenhöhe sprechen“. Wohl genau aus diesem Grund setzten viele Unternehmen auf die Kombination aus Ausbildern und Auszubildenden.

Amar Ismail und Tiana Weber nutzten das von der Firma Lenzkämper angebotene Geschicklichkeitsspiel, um mit den Schülern über ihre Ausbildungen zum Werkzeugmechaniker und zur Industriekauffrau ins Gespräch zu kommen.
Amar Ismail und Tiana Weber nutzten das von der Firma Lenzkämper angebotene Geschicklichkeitsspiel, um mit den Schülern über ihre Ausbildungen zum Werkzeugmechaniker und zur Industriekauffrau ins Gespräch zu kommen. © Malte Cilsik

Der Märkische Kreis war ebenfalls auf der ZAK vertreten – im Außenbereich durch seine Notfallsanitäter, die sich diesen mit der Feuer- und Rettungswache Lüdenscheid und der Polizei teilten, und im Obergeschoss des Innenbereichs durch die Kreisverwaltung. Letztere steuerte zielbewusst die 17-jährige Anastasia Funk an: „Bald steht unser Pflichtpraktikum an und ich möchte mich dafür gerne beim Amtsgericht, der Stadt Lüdenscheid und dem Märkischen Kreis bewerben“, verrät die Schülerin. Da alle drei auf der ZAK vertreten sind, hat die Schülerin nun bereits erste Gespräche dafür geführt und die richtigen Ansprechpartner kennenlernen können.

Emmelie Enns, Anastasia Funk und Ella Hipke (von links) nutzten die ZAK, um sich über Möglichkeiten für ihr schulisches Pflichtpraktikum zu informieren.
Emmelie Enns, Anastasia Funk und Ella Hipke (von links) vom Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg nutzten die ZAK, um sich über Möglichkeiten für ihr schulisches Pflichtpraktikum zu informieren. © Malte Cilsik

Messe nicht nur für Schüler interessant

Doch nicht nur bei den Schülern selbst stieß die ZAK auf reges Interesse. Auch zahlreiche Schulleiter und Lehrkräfte nutzten die Gelegenheit, so beispielsweise auch Christiane Langs-Blöink, Leiterin der THR-Realschule, und Anne Beck, Leiterin der RSR-Realschule.

Christiane Langs-Blöink, Leiterin der THR-Realschule, und Anne Beck, Leiterin der RSR-Realschule, besuchten gemeinsam die ZAK, um sich einen Überblick über die Lüdenscheider Ausbildungslandschaft zu verschaffen.
Christiane Langs-Blöink, Leiterin der THR-Realschule, und Anne Beck, Leiterin der RSR-Realschule, besuchten gemeinsam die ZAK, um sich einen Überblick über die Lüdenscheider Ausbildungslandschaft zu verschaffen. © Malte Cilsik

„Die vielen unbesetzten Stellen nehmen auch die Schulleitungen in die Pflicht. Daher ist es wichtig, stets den Überblick über die aktuelle Ausbildungslandschaft zu haben“, sind sich beide einig. Langs-Blöink möchte nach ihrem Besuch auch konkrete Tipps für ihre Zehntklässler parat haben. Denn diese können die ZAK am Nachmittag (15.30 bis 17 Uhr) besuchen, wenn die Messe für alle Interessierten öffnet. Auch am Freitag ist dies von 14 bis 15 Uhr der Fall.

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