Zahl der jungen Männer im Wohnhaus verdoppelt

Traude Rittinghaus

LÜDENSCHEID ▪ Immer mehr junge Männer werden im Wohnhaus des Amalie-Sieveking-Hauses von Leiterin Traude Rittinghaus und ihrem Team aufgefangen und unterstützt.

Das geht aus dem Jahresbericht der Einrichtung des evangelischen Perthes-Werkes an der Sedanstraße hervor. 38 der 40 Plätze für Frauen und Männer in besonderen sozialen Schwierigkeiten sind zurzeit belegt. „Dadurch, dass sich die Zahl der jungen Männer im Alter zwischen 17 und 20 Jahren im Vergleich zum Jahr 2010 von vier auf neun mehr als verdoppelt hat, sind auf uns auch neue Herausforderungen zugekommen. Unsere Mitarbeiter haben sich entsprechend fortgebildet“, sagt die langjährige Expertin. Zusammen mit fünf Sozialarbeitern, einer Verwaltungskraft und einer Hauswirtschafterin kümmert sie sich darum, dass die Frauen und Männer, die ins Wohnhaus kommen, wieder eine strukturierten Tagesablauf erlernen und ihnen auch gesundheitlich geholfen wird. Denn viele haben auch mit schweren Erkrankungen zu kämpfen.

„Das Haushaltstraining ist ein ganz wichtiger Schritt, um den Alltag wieder in den Griff zu bekommen“, weiß Traude Rittinghaus. Selbst einkaufen, kochen, das Reinigen der Wohnung, zu Ämtern gehen und möglichst durch eine Beschäftigung wieder eine Tagesstruktur zu bekommen – das sind neben persönlichen Gesprächen die Grundpfeiler, auf denen die Stabilisierung der Lebensverhältnisse ruht. Aber zunächst gelte es, gerade bei den Jugendlichen, die Hoffnungslosigkeit und Lethargie zu durchbrechen. „Oft kommen sie aus schwierigen Familienverhältnissen. Bei zwei jungen Männern ist es uns gelungen, sie zu stabilisieren. Sie fangen zur Probe in Betrieben an, mit denen wir kooperieren. Das sind natürlich schöne Erfolge, die auch mich und unser Team immer wieder motivieren.“

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