Zähe Suche nach Grundschulleitern

LÜDENSCHEID ▪ Nur auf eine von fünf ausgeschriebenen Lehrerstellen an Schulen in Lüdenscheid ist beim Regierungspräsidium in Arnsberg eine Bewerbung eingegangen.

Danach hat sich nach Angaben von Julia Beuerlein, Pressesprecherin der Behörde, auf die Rektorenstelle für die Michael-Ende-Schule – Sonderschule für Kranke – ein Bewerber gemeldet. „Wir haben dies weitergeleitet. Jetzt muss die erweiterte Schulkonferenz darüber entscheiden.“ Dem Gremium gehören neben den Vertretern des Lehrerkollegiums auch Eltern sowie ein stimmberechtigtes Mitglied des Schulträgers an. Letzteres nimmt das Votum des Schulausschusses, in dem sich der Bewerber vorstellt, mit in die erweiterte Schulkonferenz.

Keinen Erfolg kann Julia Beuerlein allerdings für die vier weiteren Stellen vermelden: Weder für die Leiter- und Konrektor-Position an der Knapper Gemeinschaftsgrundschule als auch jeweils für einen Konrektor an der Tinsberger- und der Wehberger Schule meldeten sich bis Ende der Bewerbungsfrist Interessenten. „Wir haben die Bewerbungsfristen daher verlängert. Für die Rektor-Stelle an der Knapper Schule bis zum 21. Februar, für die anderen bis zum 26. Februar.“

Die vergebliche Suche nach diesen Stellen ist gerade im Grundschulbereich kein spezifisches Lüdenscheider Problem. Auch in anderen Städten und Gemeinden des Kreise dauert die Suche teilweise schon länger an. Experten machen nicht vergütete zusätzliche Verwaltungsarbeit, die mit einer Konrektorstelle verbunden ist, für das mangelnde Interesse verantwortlich. Die Aufgabe sei nicht gerade attraktiv.

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