Zackelschafe im Einsatz gegen den Wildwuchs

Zackelschafe sind eine vom Aussterben bedrohte Rasse und zeichnen sich durch die korkenzieherartigen Hörner aus.

Lüdenscheid - Hans Allefeld ist stolz auf seine Schafe. Das merkt man ihm an. Gern erzählt er seine Geschichte als Züchter, die vor gut 20 Jahren begann, als er nach seiner beruflichen Laufbahn aus Darmstadt zurückkehrte, den elterlichen Hof zurückkaufte und sich angesichts der Größe fragte, wie er die Fläche um den ältesten Hof im Märkischen Kreis bewirtschaftet. Die Idee, Schafe zu züchten, stellte sich als richtig heraus. Inzwischen ist Allefeld Besitzer von rund 80 Heidschnucken sowie jeweils 25 Jakobs- und Zackelschafen.

Letztere sind in den nächsten Monaten am oberen Regenrückhaltebecken an der Talstraße zu bewundern. Dem Wildwuchs rund um die Anlage käme der Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid (SEL) nur mit einem zusätzlichen Arbeitsaufwand bei. Durch die Kooperation mit Hans Allefeld übernehmen diese Aufgabe jetzt die Zackelschafe. Sorgen müssen sich Spaziergänger um die Tiere nicht machen. „Sie haben hier alles, was sie brauchen und sind auch recht anspruchslos“, weiß der Halveraner, der aber natürlich auch immer wieder nach seiner kleinen Herde – rund 15 Tiere grasen dort – guckt. Sie sind zu allen Jahrezeiten draußen.

Die Zackelschafe sind vom Aussterben bedroht und geschützt. Das Schaf wird circa 40, der Bock bis zu 75 Kilogramm schwer. Die Wolle ist grob. Früher wurden aus ihr Mäntel angefertigt. Heute ist sie wertlos und wird zu Dämmmaterial verarbeitet. „Die Zucht und der Einsatz der Schafe ist mein Beitrag zur Vielfalt der Natur“, sagt Hans Allefeld. Dazu gehöre auch die Aufklärung über Schafe in Schulen und Kitas.

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