„young caritas“: Potenzial junger Menschen wecken

Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff möchte im Märkischen Kreis die „young caritas“ etablieren.

LÜDENSCHEID - Junge Menschen für soziales Engagement begeistern, ihre Ideen aufgreifen und umsetzen, ihr Potenzial wecken und sie in ihrem Tatendrang unterstützen – das ist das Ziel hinter der Idee von „young caritas“. Gebündelt an einer zentralen Stelle möchte der Caritas-Verband Altena-Lüdenscheid ein Ansprechpartner für junge Menschen sein, die sich in irgendeiner Form sozial einbringen wollen.

Was bisher nur als Gedanke im Kopf von Caritas-Direktor Hans-Werner Wolff „brodelte“, nimmt nun allmählich Gestalt an. Denn seit etwa zwei Wochen sucht die Caritas nach einer/m Projektmitarbeiter/in, der/die „young caritas“ im Märkischen Kreis aufbauen soll. Eine entsprechende Stellenausschreibung wurde über die Grenzen Lüdenscheids hinaus veröffentlicht. Darin heißt es: „Das Projekt soll junge Menschen begeistern, soziale Projekte zu entwickeln und caritative Arbeit zu unterstützen. Dies soll unter anderem durch die Vernetzung junger Mitarbeiter/Innen in unseren Einrichtungen, der Zusammenarbeit von Schulen und Kirchengemeinden, aber auch durch die Ansprache von Einzelpersonen erreicht werden.“

Eingebunden in die deutschlandweite Kampagne „young caritas“, wäre jene im Märkischen Kreis die erste und einzige im Bistum Essen und einige von wenigen in ganz Deutschland, erklärt Wolff im Gespräch mit unserer Zeitung. Nachdem er von der aus Österreich und der Schweiz stammenden Idee vor drei Jahren erstmals gehört habe, sei er überzeugt davon gewesen, „dass dies etwas für uns ist.“ Denn einen Ansprechpartner für die katholische Jugendarbeit im Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid gebe es schon seit einigen Jahren nicht mehr, durchaus aber das Potenzial und den Wunsch der Jugendlichen, sich zu engagieren.

Und so soll die „young caritas“ an die bestehenden Projekte anknüpfen und sie weiterführen. Denn auch wenn solche wie „Jung für Alt“, bei dem Plettenberger Gymnasiasten Patenschaften für Senioren des Altenzentrums St. Josef übernehmen, oder das diakonische Praktikum, bei dem Meinzerhagener Gymnasiasten in der Tagesstätte für Menschen mit psychischen Problemen hospitieren können, gut angenommen würden, so fehle die Kontinuität. Es gebe niemanden, der zusätzlich zu seiner eigentlichen Arbeit als Schnittstelle zwischen den Jugendlichen und den Einrichtungen der Caritas fungieren könnte. Dies soll sich mit der Einrichtung einer neuen Stelle, die zunächst auf drei Jahre befristet ist, ändern.

Hinsichtlich des sozialen Engagements betont Wolff, dass darunter keine regelmäßiger Pflichtveranstaltung zu verstehen sei. „So etwas nutzt sich schnell ab.“ Vielmehr gehe es darum, den Jugendlichen bei der Realisierung ihrer Ideen zu helfen und dabei den diakonischen Gedanken nicht aus den Augen zu verlieren.

Bis Ostern soll eine Entscheidung getroffen werden, spätestens im September könnte „young caritas Märkischer Kreis“ dann an den Start gehen. - kes

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