Wunschkonzert Blitzmarathon

Blitzmarathon am 8. April wird ein Wunschkonzert

Beim Blitzmarathon im Oktober 2013 standen die Einsatzkräfte unter anderem an der Schlittenbacher/Ecke Breslauer Straße.

Lüdenscheid - 127 Vorschläge haben Lüdenscheider Bürger gemacht, als die Polizei 2012 fragte, wo sie denn am besten blitzen soll. Auch vor dem nächsten Blitz-Marathon, der am 8. April stattfinden soll, können Anlieger und Autofahrer sich wünschen, an welchen Stellen der Stadt Raser ausgebremst werden sollen.

Vom 31. März bis 3. April nimmt die Polizei telefonisch Standortwünsche entgegen. Die Nummer der Hotline wird noch bekanntgegeben. Interessenten können Blitzervorschläge auch per Mail loswerden, und zwar unter blitzmarathon.mk@polizei.nrw.de.

Von Olaf Moos

Die Erfahrungen der Verantwortlichen mit vergleichbaren Aktionen sind positiv, sagt Bernd Scholz, Leiter der Verkehrsdirektion. „Die Verstoßquote sinkt von Mal zu Mal.“ Aktuelle Umfragen hätten ergeben, dass 80 Prozent der Autofahrer „durchaus sensibilisiert“ seien. „20 Prozent sind nach wie vor nur über den Geldbeutel zu erreichen.“

Die Argumente der Polizei sind altbekannt, aber deshalb nicht weniger plausibel. Zum Beispiel: „Von zehn Fußgängern, die mit 70 km/h angefahren werden, sterben acht. Von zehn Fußgängern, die mit 40 km/h angefahren werden, überleben acht.“ Die Blitzer sollen nicht nur an Unfallschwerpunkten oder vor Schulen und Kindergärten postiert werden. Auch in Sackgassen oder Tempo-30-Zonen können Autofahrer nicht vor Radargeräten sicher sein. Die Aktion beginnt am 8. April um 6 Uhr und endet am 9. April, ebenfalls um 6 Uhr. In Lüdenscheid werden 20 Beamte im Einsatz sein, zusätzlich soll Bereitschaftspolizei in die Kreisstadt kommen.

Rund die Hälfte der Standortvorschläge aus der Bevölkerung deckt sich nach Erfahrungen von Thomas Werner, Leiter des Verkehrsdienstes, mit den Erkenntnissen der Polizei. Die Straßen, an denen die Polizei zusammen mit Kräften der Stadt messen und blitzen werden, sollen vorher öffentlich bekanntgegeben werden. Zu welchen Uhrzeiten und an welchen Streckenabschnitten genau, bleibt allerdings geheim. Thomas Werner: „Es geht ja auch darum, Flächendruck aufzubauen.“ Bernd Scholz ergänzt: „Grundsätzlich können und dürfen wir überall blitzen.“

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