Wunsch der Türkisch-Islamischen Gemeinde könnte sich am Wehberg erfüllen

LÜDENSCHEID - Damit auf dem Kommunalfriedhof Wehberg mit Jahresbeginn 2012 auch muslimische Bestattungen möglich sind, muss die Friedhofssatzung geändert werden.

Die Vorlage liegt dem Werksausschuss für seine Sitzung am Donnerstag vor (17 Uhr, Roter Saal, Kulturhaus). Eine Satzungsänderung ist nötig, weil muslimische Bestattungen in der Regel als Tuchbestattungen durchgeführt werden und bislang für Kommunalfriedhöfe Sargpflicht besteht. Die sarglosen Tuchbestattungen sollen künftig auf ein- oder mehrstelligen, Richtung Mekka ausgerichtete Wahlgrabstätten stattfinden, die 30 Jahre genutzt werden können, wobei Verlängerungen zugelassen sind. Indem die Stadt das ermöglicht – wenn der Rat in der Sitzung am 28. November zustimmt –, reagiert sie auf eine Anfrage der Türkisch-Islamischen Gemeinde.

Keine Tuchbestattung werde gestattet, so heißt es im Satzungsentwurf auch, wenn Verstorbene an einer meldepflichtigen übertragbaren Krankheit gelitten haben. Bis zur Grabstelle wird der Verstorbene darüber hinaus im verschlossenen Sarg transportiert. Eine Erweiterung der Regelungen zum Ausheben und Verfüllen der Gräber ist außerdem vorgesehen. Künftig soll es somit ausdrücklich möglich sein, dass Hinterbliebene bei einer Tuchbestattung die Leiche soweit mit Erde bedecken dürfen, bis sie nicht mehr sichtbar ist. Bislang hieß es lediglich, dass die Gräber von der Stadt ausgehoben und wieder verfüllt werden. - sum

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