Nach fünf Jahren Dahlmann

"World of Wordcraft" zieht ins Kulturhaus

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Kaum ein Blatt passte bei den letzten Slam-Veranstaltungen mehr bei Dahlmann zwischen die Gäste.

Lüdenscheid - Als der Poetry-Slam auf der Bühne der Gaststätte Dahlmann begann, war’s ein Experiment. Es galt, die Frage danach zu klären, ob dieses Format der Abendunterhaltung bei den Lüdenscheidern auf Gegenliebe stoßen würde. Ein paar Minuten Zeit für einen eigenen Text, das Publikum stimmt mit Punktetafeln über die Qualität ab.

Und dann geschah etwas nicht Alltägliches in der Kulturszene. Ein um’s andere Mal füllte sich der Dahlmann-Saal mit mehr Menschen. Dichtes Gedränge, wenig Platz, kaum Luft zum Atmen. Wer etwas trinken wollte, tat gut daran, sich zu Beginn der „World of Wordcraft“ komplett zu versorgen. Und der gute Rat im Vorfeld, zeitig zu kommen, um nicht nach einem „Ausverkauft“ enttäuscht den Heimweg antreten zu müssen, war ernst gemeint. Nach fünf erfolgreichen Jahren ziehen die Macher der Poetry-Slam-Reihe „World of Wordcraft“ nun einen Schlussstrich – und um. Ein paar Häuser weiter von Dahlmann an der Grabenstraße ins Kulturhaus. Der erste Slam findet statt am Samstag, 13. Februar, im Umfeld der Lüdenscheider Kleinkunsttage. Die weiteren Termine: 16. April und 17. September.

Die „World of Wordcraft“- Reihe, so sagt ihr Initiator Marian Heuser, wird allerdings nicht in den großen Theatersaal umziehen. Das bleibt dem Finale vorbehalten: „Zukünftig wird der Slam im Foyer oder im kleinen Saal, wie zuletzt Local Aid, zu Gast sein. Beide Räume haben unter anderem den Vorteil, dass in ihnen auch getrunken und gegessen werden darf.“

Den Umzug bezeichnet Marian Heuser als zeitgemäßen Schritt: „Ich bin ein nostalgischer Mensch. Aber nach fünf Jahren ist es an der Zeit, den nächsten Schritt zu wagen. Die Entwicklungsmöglichkeiten für den Slam sind mit der Infrastruktur des Kulturhauses einfach gänzlich andere. In Zukunft wird es uns möglich sein, für alle Veranstaltungen Karten im Vorverkauf anzubieten. Außerdem haben wir im Kulturhaus die Möglichkeit, unterschiedliche Räume mit hervorragender Licht und Tontechnik zu bespielen und mehr Sitzplätze anzubieten.“ Und auf das Kneipenfeeling müsse dank der Gastronomie im Haus nicht verzichtet werden. Heuser: „Ich werde immer gerne an die fünf schönen Slam-Jahre im Festsaal zurückdenken, und ich bedanke mich bei Jürgen Wigginghaus für die vielen tollen Momente, aber es werden weitere Veranstaltungen bei Dahlmann folgen. Geplant ist eine wettbewerbsfreie Mixedshow mit Künstlern unterschiedlicher Spielarten ab dem Frühjahr.“

Seitens des Kulturhauses werden die Slammer mit offenen Armen empfangen. Die erste Veranstaltung findet im Garderobensaal statt, da das technische Equipment für die Kleinkunsttage zu diesem Zeitpunkt bereits aufgebaut ist. Die weiteren, so Kulturhausleiter Stefan Weippert, werden dann im Bühnensaal stattfinden. Dort ist Platz für rund 200 Gäste.

Die Preise für die Eintrittskarten steigen mit dem Umzug der „Wordcraft“ ins Kulturhaus auf zehn Euro, ermäßigt acht Euro, gegebenenfalls plus Vorverkaufsgebühr.

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