Wohnungsgenossenschaft setzt auf Modernisierung

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Mit dieser Vorstands- und Aufsichtsratsmannschaft geht die Wohnungsgenossenschaft Lüdenscheid in die Zukunft. Im Aufsichtsrat sitzt dabei mit Ursula Plümacher erstmals eine Frau.

LÜDENSCHEID - Details zum Wohnungsbestand, personelle Kontinuität, Bilanzen und lange Zahlen-Kolonnen – Mitgliederversammlungen der Wohnungsgenossenschaft Lüdenscheid entpuppen sich selten als spektakulär. Das war auch diesmal nicht grundsätzlich anders.

Dennoch gab es bei der diesjährigen Zusammenkunft zwei Botschaften, die sich von der Vergangenheit unterschieden.

Die erste davon betrifft die Finanzen. Denn anders als sonst konnten Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft diesmal keinen Reingewinn vermelden. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2010 weist vielmehr einen Fehlbetrag von 324 000 Euro aus. Bernd-Jürgen Kaiser, hauptamtliches Vorstandsmitglied, und Wilfried Starosta vom Aufsichtsrat kannten den Grund dafür. Denn 2010 schlugen die Instandhaltungskosten für die Genossenschafts-Wohnungen besonders kräftig zu Buche.

Bekanntlich setzt die Wohnungsgenossenschaft seit geraumer Zeit auf die umfänglich Modernisierung ihres Bestands. Die Aufwertung der Wohnungen begreifen Vorstand und Aufsichtsrat dabei als wichtige Investition, um die Genossenschaft für die Zukunft zu positionieren. Ein Problem stellt der Fehlbetrag übrigens nicht dar. Er wird aus den Rücklagen gedeckt. Aus denen fließen auch noch weitere 46 000 Euro, die als vierprozentige Dividende auf die Geschäftsgutgaben der Genossenschaftsmitglieder ausgeschüttet werden.

Die zweite markante Nachricht: Mit Ursula Plümacher zieht jetzt erstmals in der 114-jährigen Geschichte der Wohnungsgenossenschaft eine Frau in den Aufsichtsrat ein. Dazu Wilfried Starosta: „Die Wahl zeigt, dass wir eine moderne Genossenschaft sind.“ Plümacher, die bis zu ihrem Ruhestand hauptberufliche Mitarbeiterin der Genossenschaft war, tritt die Nachfolge des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds Marc-Marcel Schelberg an. Turnusgemäß standen bei der Versammlung auch noch zwei weitere Aufsichtsratsmitglieder zur Wahl. Ansgar Röhrbein (Vorsitzender) und Jürgen Schmale erhielten dabei wieder das Vertrauen der Versammlungsteilnehmer.

Derweil wird Bernd-Jürgen Kaiser demnächst nicht mehr als hauptamtliches Vorstandsmitglied agieren. Der Nachfolger steht wie berichtet schon fest und arbeitet sich derzeit in seine Aufgaben ein – es ist Kaisers 32-jähriger Sohn Markus, ein Wirtschaftsingenieur, der sich derzeit fachspezifisch zum Immobilienkaufmann weiterbildet.

Die wirtschaftliche Situation der Wohnungsgenossenschaft stellt sich laut Geschäftsbericht übrigens solide dar. Über insgesamt 903 Wohnungen verfügt die Genossenschaft aktuell. Die Leerstandsquote beträgt 2,3 Prozent – was als gering gilt. 1119 Männer und Frauen waren im Jahr 2010 Mitglied der Genossenschaft – exakt so viele wie im Jahr 2009.

Das Fazit von Vorstandsmann Bernd-Jürgen Kaiser zur ökonomischen Lage der Genossenschaft: „Die Vermögens- und Kapitalverhältnisse sind geordnet." - dt

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