LüWo saniert leerstehenden Komplex an der Friedrich-Wilhelm-Straße

Wohnungen für Flüchtlinge

+
Die Lüwo-Bauten an der Friedrich-Wilhelm-Straße sollen für eine dezentrale Flüchtlingsunterbringung saniert werden.

Lüdenscheid - Die Lüdenscheider Wohnstätten AG (Lüwo) wird einen leerstehenden Häuserkomplex an der Friedrich-Wilhelm-Straße sanieren, um dort 38 Wohnungen für Flüchtlinge herzurichten.

Das teilte Lüwo-Geschäftsführer Christoph Loos auf LN-Anfrage mit. „Ursprünglich sollte der Bereich, von dem 14 Wohnungen noch vermietet sind, irgendwann komplett leergezogen und danach abgerissen werden. Doch wir sind in ständigen Gesprächen mit der Stadt, die dezentrale Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen sucht und haben uns daher für die Sanierung entschlossen.“ Ein hoher sechsstelliger Betrag werde in die Maßnahme investiert. Beginn des ersten von drei Bauabschnitten sei voraussichtlich im Juni oder Juli.

Bisher habe die Lüwo schon 42 dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlingen, deren Asylbewerberverfahren laufe, zur Verfügung gestellt, erklärte Loos.

Wie die Stadtverwaltung kürzlich mitteilte, leben zurzeit in Lüdenscheid rund 830 Flüchtlinge, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. Davon wohnen 430 in Wohnungen, die anderen in Übergangsheimen und Unterkünften. Hinzu kommen die Menschen, die in der vom Land Nordrhein-Westfalen betriebenen Einrichtung in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule untergebracht sind. Ein wesentlicher Aspekt des Unterbringungskonzepts sei aber die Absicht, so viele Menschen wie möglich anstatt in Großunterkünften dezentral in Wohnungen unterzubringen. Laut Verwaltung wurden bislang rund 60 Wohnungen angemietet.

Mit dem Vorhaben der Lüwo kommen nun 38 hinzu. „Im Rahmen des Handlungskonzepts Wohnen haben kürzlich alle Beteiligten an einem Tisch gesessen und weitere Möglichkeiten ausgelotet“, sagte Christoph Loos. „Natürlich stoßen dabei auch unsere Kapazitäten irgendwann an Grenzen“, machte er deutlich und appellierte auch an Privatleute, Wohnraum zur Verfügung zu stellen und sich bei der Stadt zu melden.

Mittel- und langfristige Aufgabe ist die Integration der Menschen mit Bleibeperspektive.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare