Kripo ermittelt Ursache

Wohnhausbrand in Lüdenscheid in der Nacht: Sieben Menschen verletzt

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Dichter Rauch quillt in der Nacht aus dem Haus an der Friedrich-Wilhelm-Straße in Lüdenscheid. 

[Update] Mitten in der Nacht hat ein Wohnhausbrand in Lüdenscheid die Bewohner aufgeschreckt. Insgesamt sieben Menschen wurden leicht verletzt. Die Ursache ist noch unklar.

Lüdenscheid - Bei einem Wohnungsbrand an der Friedrich-Wilhelmstraße sind in der Nacht zu Sonntag sieben Personen verletzt worden. Sie kamen wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei wurde allerdings wohl niemand schwerverletzt.

Ausgebrochen war das Feuer in einer Wohnung im Erdgeschoss, deren Bewohner zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause war. Als die Feuerwehr eintraf, waren bereits Scheiben in der im ersten Obergeschoss darüberliegenden Wohnung geborsten. Diese war aber nicht bewohnt.

Eine vierköpfige Familie aus dem zweiten Obergeschoss wurde im Schlaf von dem Feuer überrascht und musste von den Einsatzkräften ins Freie gebracht werden. Dazu stieg ein Feuerwehrmann über die Drehleiter in die Wohnung und kontrollierte zunächst die Situation.

Feuer in Wohnhaus: Bewohner mit Fluchthauben gerettet

Da die Wohnungstüren geschlossen geblieben waren, bestand kein keine unmittelbare Gefahr durch Rauch und Feuer, so dass er zunächst mit der Familie in der Wohnung blieb und sie dort betreute, während der Löschangriff im Erdgeschoss eingeleitet wurde. Als das Feuer soweit im Griff und das Treppenhaus relativ rauchfrei war, brachte der Feuerwehrmann alle vier mit sogenannten Fluchthauben ins Freie.

Drei Bewohner aus der Dachgeschoss-Wohnung hatten sich zuvor selbst ins Freie gerettet und die Feuerwehr alarmiert.

Die betroffene Wohnung im Erdgeschoss wurde zerstört, auch die Etage darüber wurde durch Rauch beeinträchtigt. Der Brandort wurde von der Kriminalpolizei beschlagnahmt. Die Beamten ermitteln, bislang ist die Brandursache ist noch unklar.

Teile des Hauses sind aktuell nicht bewohnbar. Die meisten Bewohner werden aber wohl kurzfristig wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können, hieß es aus der Leitstelle der Polizei. Das Ordnungsamt wurde informiert und kümmerte sich um eine anderweitige Unterbringung.

Feuer in Wohnhaus: Langer Einsatz für Feuerwehr

Alarmiert worden war die Feuerwehr in der Nacht um 4.02 Uhr in die Wohnsiedlung. Das Alarmstichwort spiegelt die Brisanz der Lage wieder: "Feuer 2 - mehrfache Menschenrettung" lautete die Meldung für die Einsatzkräfte.

Im Einsatz waren neben der Hauptwache, von der Frewilligen Feuerwehr Kräfte von den Löschzügen Stadtmitte, Homert und Brügge, sowie der Atemschutzgerätewagen des Löschzuges Oberrahmede. Für die Dauer des Einsatzes besetzten zudem der Löschzug Oberrahmede die Wache, um die Einsatzfähigkeit für mögliche weitere Alarmierungen zu gewährleisten.

Für die Feuerwehr war es ein vergleichsweise lange andauernder Einsatz: Erst nach etwa drei Stunden waren die Löscharbeiten weitgehend abgeschlossen.

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