Autofahrer doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs

Anwohner im MK sauer auf Abkürzer: Das ist unser Weg!

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Anwohner im MK sauer auf Abkürzer: Das ist unser Weg!

Lüdenscheid - Er bietet sich als Abkürzung geradezu an: Wer mit dem Auto von der Rahmedestraße ins Olpendahl oder in umgekehrter Richtung unterwegs ist, spart bei Benutzung des Starenwegs Zeit und Ampel-Wartephasen. 

Allerdings: Der Starenweg ist als Anliegerstraße ausgewiesen. Nur Anwohner, ihre Besucher oder Dienstleister wie Post, Handwerker oder Müllabfuhr dürfen dort fahren.

Das Problem: Aus Sicht der Anwohner wird der rund 300 Meter lange Verkehrsweg wahllos als Abkürzung zweckentfremdet. Und nicht nur das. An die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern halte sich kaum jemand. „Die Leute nehmen den Starenweg als Abkürzung und rasen hier mit 60, 70 Sachen durch. Viele, die schnell zum Olpendahl wollen, etwa zu den Kindertagesstätten und Schulen dort, wählen diesen Weg. Das stinkt uns.“ So äußerte sich im Gespräch mit der Redaktion eine Anwohnerin.

Deutlich, aber womöglich nicht deutlich genug: Laut Anwohnern missachten Autofahrer immer wieder die Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich Olpendahl und Starenweg.

Nicht unbedingt eine neue Klage. Beschwerden über den Missbrauch des Starenwegs als Abkürzung und über zu schnelle Autofahrer hat es in der Vergangenheit immer wieder gegeben. Doch geändert habe sich über die Jahre nichts. Noch einmal besagte Anwohnerin: „Wir Nachbarn haben uns schon oft an die Behörden, ans Ordnungsamt und auch an den Bürgermeister gewandt und Kontrollen angemahnt. Passiert ist gar nichts.“

Ähnliche Bürger-Beschwerden sind auch vom nahen Buchfinkenweg zu hören. Hier ärgern sich Anwohner über den ihrer Meinung zu starken Zufahrtsverkehr zur Gesamtschule und über Müll in den Vorgärten.

In welcher Form die Stadt auf die beschriebenen Zustände reagieren wird, ist offen. Auf LN-Nachfrage sagte Stadtpressesprecherin Marit Schulte, dass das Ordnungsamt den „Fall prüfen wolle“. Ob der städtische Radarwagen am Starenweg postiert werden könne, sei unklar, der Einsatz der Lüdenscheider Abfallstreife im Bereich Olpendahl dagegen „vorstellbar“. Die Anwohner könnten sich laut Schulte im Bedarfsfall jederzeit telefonisch melden – „beim Ordnungsamt oder bei der Polizei“.

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