„Wohnen mit Herz“: Verein kommt in heiße Phase

Rolf Gunkel und Renate Meier vom Verein „Wohnen mit Herz in Lüdenscheid“ .

Lüdenscheid - Die Nachfrage und Suche nach neuen Wohnformen nimmt zu. Der Verein „Wohnen mit Herz in Lüdenscheid“ hat daher ein Wohngruppenprojekt in Angriff genommen, das jetzt in die heiße Phase geht.

„Wir sind auf der Suche nach Investoren und dabei, Gespräche mit Architekten, Wohnungsunternehmen und Immobilienfirmen zu führen, um eine geeignete Immobilie zu finden“, sagt Vereinsvorsitzender Rolf Gunkel. Begleitet und unterstützt wird das Vorhaben von der Stabsstelle Demografie der Stadt Lüdenscheid.

Viele Sitzungen waren der Gründung des Vereins vorausgegangen, um Vorstellungen auszuloten und die verschiedenen Ansprüche zu formulieren.

Nun lautet das vereinbarte Ziel, eine Hausgemeinschaft für Singles, Ehepaare und Familien gemischten Alters aufzubauen. „Konkret gedacht ist dabei an eine auf Mietbasis basierende Hausgemeinschaft von 15 bis 20 Menschen, die ihre gemeinsamen Vorstellungen von Wohnen und Leben umsetzen möchten. Einige werden auch aktiv ihre Nachbarschaft mitgestalten oder in sozialen Projekten mitarbeiten wollen“, sagt Rolf Gunkel. Es soll also keine isolierte Gemeinschaft sein.

Die Gruppe hatte sich zuvor auch bei anderen Wohnprojekten umgesehen, um Anregungen mitzunehmen und deren Erfahrungen mit in die eigenen Vorstellungen einzuarbeiten. „Wir möchten gern noch weitere Interessenten – besonders jüngere Menschen und Familien – für unsere Wohnform gewinnen“, sagt Rolf Gunkel, der gemeinsam mit Renate Meier Ansprechpartner ist.

Sorgte früher die „Großfamilie“ dafür, dass sich mehrere Generationen unter einem Dach gegenseitig stützten und füreinander sorgten, so hat sich das Bild heute stark gewandelt. Auch wenn Kinder da sind, ist nicht garantiert, dass sie ihre Eltern betreuen können, weil sie beruflich eingespannt sind oder weit entfernt wohnen. Andererseits haben Senioren dank guter medizinischer Versorgung nach Ende ihres Erwerbslebens nicht selten noch einen viel längeren Lebensabschnitt vor sich als das früher der Fall war. „Man ist daher gut beraten, darüber nachzudenken, wie man sein persönliches und soziales Umfeld gestalten will. Man fühlt sich gut aufgehoben, wenn man zu Nachbarn leicht Kontakt halten kann und gegebenenfalls auf Unterstützung zurückgreifen kann.“

Die Vereinsmitglieder und Interessierte treffen sich jeden Monat zu einem Stammtisch, bei dem man sich gegenseitig beschnuppern kann und bei dem auch Sachthemen besprochen werden. Wer Interesse hat, kann sich bei Renate Meier unter der Rufnummer 02 35 1/ 95 18 45 melden oder per E-Mail beim Vorsitzenden Rolf Gunkel unter rolf.gunkel@t-online.de.

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